Kolumbien soll für Verbrechen der Guerilla aufkommen

11. August 2003, 16:05
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Gericht spricht Viehzüchter 245.000 Euro Entschädigung für Diebstahl von 2.500 Rindern zu

Bogotá - Der kolumbianische Staat soll für Verbrechen der linken Guerilla aufkommen und umgerechnet 245.000 Euro als Entschädigung für den Diebstahl von 2.500 Rindern zahlen. Das habe ein Gericht in der Provinz Caqueta im Süden des Landes entschieden, berichtete die Zeitung "El Tiempo" am Donnerstag.

Der Viehzüchter Ismael Diaz Gaitan hatte vor Gericht geltend gemacht, dass die Rebellen sein Vieh nur stehlen konnten, weil sich Polizei und Militär von November 1998 bis Februar 2002 aus der Region zurückzogen hatten. Der Rinderzüchter wurde im im Juni von Unbekannten erschossen. Die Gerichtsentscheidung ebnet den Weg für weitere 50 Klagen, die Bewohner der Region eingereicht haben. Der Staat kann das Urteil noch anfechten.

Die Regierung hatte ein Gebiet von der Größe der Schweiz in diesem Zeitraum zur entmilitarisierten Zone erklärt, um Verhandlungen mit den marxistischen "Revolutionären Streitkräften Kolumbiens" (FARC) zu ermöglichen. Die Gespräche scheiterten Anfang 2002 und die Zone wurde zurückerobert. (APA/dpa)

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