Ab Herbst Fünfziger im Bankomat

8. August 2003, 19:50
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Durch vermehrte Ausgabe sollen Fälschungen bekämpft werden

Wien - Wer heute einen Fünfzig-Euro-Schein in Händen halten will, muss ihn entweder am Bankschalter zu verlangen oder das Glück haben, dass der Foyer-Automat welche ausgibt. Dies könnte ab kommenden Herbst anders werden. Ab diesen Zeitpunkt sollen auch die Bankomaten auf der Straße mit Fünfzig-Euro-Scheinen bestückt werden.

Die für die Abwicklung des Bankomatengeschäftes zuständige Gesellschaft Austrian Payment Systems Services (APSS) testet die dafür notwendige neue Software seit einigen Tagen an den Bankomaten der österreichischen Nationalbank (OeNB), die die Entwicklung in Auftrag gegeben hat.

Fünfziger-Fälschungen den Kampf angesagt

Die OeNB will damit mehr Fünfzig-Euro-Scheine in Umlauf bringen um zum einen den Berge in den Tresoren abzubauen. Zum anderen wird so versucht, den Fünfziger-Fälschungen den Kampf anzusagen. Noch immer ist dieser die meist gefälschte Banknote. Je mehr Scheine in Umlauf seien, desto geringer die Wahrscheinlichkeit eine Blüte in die Hand zu bekommen, so ein Sprecher. Die Gefahr von Falschgeld aus dem Bankomaten sei gering.

Noch ist nicht sicher, ob alle Banken in Österreich in ihren Bankomaten Fünfzig-Euro-Scheine anbieten werden. In der Raiffeisenbank-Niederösterreich-Wien beispielsweise ist noch keine Entscheidung gefallen. Die Erste Bank will nach sorgfältiger Prüfung die Bankomaten ab November mit Fünfzig-Euro-Banknoten bestücken.

Auch wenn sich alle dafür entscheiden sollten, wird es jedoch noch dauern, bis man an allen 2728 Bankomaten Fünfziger beheben kann. Ältere Geräte haben nämlich nur zwei statt der bereits üblichen vier Geldfächer und können daher auch in Zukunft so wie bisher nur Zehner und Hunderter ausgeben. (nema, Der Standard, Printausgabe, 07.08.2003)

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