Argentinien: Fernández de Kirchner bildet Kabinett um

19. November 2013, 19:01
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Präsidentin ist nach Krankheit wieder im Amt - Wechsel betrifft hauptsächlich Wirtschaftsteam

Buenos Aires - Argentiniens Staatschefin Cristina Fernández de Kirchner hat nach eineinhalb Monaten krankheitsbedingter Abwesenheit die Regierungsgeschäfte wieder aufgenommen. Als erste Maßnahme verfügte die Präsidentin am Montag eine Kabinettsumbildung, wie Regierungssprecher Alfredo Scoccimarro mitteilte. Die Wechsel betreffen hautsächlich das Wirtschaftsteam.

Das Wirtschaftsministerium wird vom bisherigen Vizeminister Axel Kicillof besetzt. Der scheidende Minister Hernán Lorenzino soll als EU-Botschafter nach Brüssel versetzt werden. Jorge Capitanich, bisher Gouverneur der Provinz Chaco, übernimmt den Posten von Kabinettschef Juan Manuel Abal Medina. Agrarminister Norberto Yahuar und Zentralbankchefin Mercedes Marcó del Pont schieden ebenfalls aus.

Wahlniederlage

Am 27. Oktober erlitt die Regierung eine Wahlniederlage in den größten Wahlbezirken bei Parlamentswahlen zur Neubestimmung der Hälfte der Abgeordneten und eines Drittels der Senatsmitglieder. Capitanich konnte aber in seiner Provinz die Wahl erfolgreich bestehen. Er gilt als einer der Anwärter für die Nachfolge Kirchners bei der Präsidentenwahl 2015.

Hirnhautblutung nach Sturz

Kirchner war Anfang Oktober an einer Hirnhautblutung operiert worden, die sich nach einem Sturz im August zwischen Gehirn und Schädeldecke gebildet hatte. Auch musste sie sich Untersuchungen wegen einer Herzrhythmusstörung unterziehen. Die Ärzte schrieben sie vor einer Woche wieder gesund, verordneten ihr jedoch eine behutsame Wiederaufnahme der Arbeit. Kirchner zeigte sich am Montag erstmals seit ihrer Erkrankung auf einem Begrüßungsvideo, das sie über Youtube verbreitete.

In ihrer Abwesenheit hatte Vizepräsident Amado Boudou die Amtsgeschäfte übernommen, jedoch hielt Kirchner von ihrer Residenz im Norden von Buenos Aires aus über ihre engsten Mitarbeiter die Zügel in der Hand. (APA, 19.11.2013)

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    Die argeninische Präsidentschaftskanzlei veröffentlichte am Dienstag dieses Foto

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