Grönland macht Weg für Uranabbau frei

25. Oktober 2013, 18:24
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Die britische London Mining soll 15 Millionen Tonnen Eisenerz pro Jahr abbauen, bei Uran möchte die Insel zum Exportkaiser werden

Kopenhagen - Im Streben nach Unabhängigkeit vergibt Grönland erstmals eine umfangreiche Bergbaulizenz und macht den Weg frei für den Abbau von Uran. 150 Kilometer von der Hauptstadt Nuuk entfernt soll das britische Unternehmen London Mining 15 Millionen Tonnen Eisenerz pro Jahr abbauen, wie die Regierung am Donnerstagabend beschloss. Beim Uranabbau will die Insel einer der zehn größten Exporteure weltweit werden.

"Das ist ein historischer Moment für Grönland", sagte Industrie- und Bergbauminister Jens-Erik Kirkegaard. Es handle sich um "das bisher größte kommerzielle Vorhaben" in Grönland und werde auf Beschäftigung sowie Staatseinnahmen positive Auswirkungen haben. Bisher hängt das autonome Gebiet Grönland am Tropf Dänemarks, mehr als ein Drittel des Haushalts überweist Kopenhagen. Die Menschen auf der Insel verdienen ihr Geld vor allem mit Fischfang und Landwirtschaft.

Finanzierung steht noch nicht

London Mining soll das ändern. Bisher steht die Finanzierung für den Abbau des Eisenerzes zwar noch nicht. Sobald dies aber der Fall ist, sollen drei Jahre lang bis zu 3.000 Arbeiter die Eisenerzmine einrichten, für den Betrieb rechnet London Mining mit 810 Beschäftigten - die Hälfte davon soll von der Insel kommen. Errichten werden die Mine "wegen bedeutender Kosteneinsparungen" aber wohl vor allem Chinesen, wie London Mining schon 2010 angekündigt hatte. Die Steuereinnahmen sollen dem Unternehmen zufolge 3,8 Milliarden Euro in 15 Jahren betragen - diese Summe würde das Budget des Staates um 20 Prozent vergrößern.

In einem noch viel früheren Stadium sind die Pläne zum Uranabbau - und sie sind auf der Insel stark umstritten. Am Mittwochabend hatten 400 Menschen gegen Abbau protestiert, der seit 1988 komplett verboten war. Die erst in diesem Jahr gegründete grün-sozialistische Partei der Ureinwohner, die Inuit-Partei, trat deswegen aus der Regierungskoalition aus. Die Stimmen der Sozialdemokraten und der Konservativen reichten aber aus: Das Parlament beschloss den Uranabbau am Donnerstag mit 15 zu 14 Stimmen bei einer Enthaltung.

Große Ziele

Die sozialdemokratische Partei Siumut hatte mit der Forderung nach der Ausbeutung der Rohstoffe in Grönland im März die Wahlen gewonnen. Erste Regierungschefin des Landes wurde Aleqa Hammond. Sie sagte, Grönland habe das Potenzial, ein wichtiger Uran-Exporteur zu werden - "unter den ersten zehn, wenn nicht den ersten fünf der Welt". (APA, 25.10.2013)

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    Der Weg dahin ist noch weit, der Grundstein gelegt: 150 Kilometer von der Hauptstadt Nuuk entfernt soll das britische Unternehmen London Mining 15 Millionen Tonnen Eisenerz pro Jahr abbauen.

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