Petrovic räumt zu Jahresende grünen Klubvorsitz

22. Oktober 2013, 10:26
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Abgeordnete Helga Krismer-Huber soll neue Vorsitzende im grünen Landtagsklub werden - Petrovic will für EU-Wahl kandidieren

Madeleine Petrovic will ihren Sessel als Klubobfrau der niederösterreichischen Grünen zum Jahreswechsel räumen und sich um einen "wählbaren Platz" bei der EU-Wahl 2014 bemühen. Für eine Kandidatur, über die der Bundesparteikongress im Dezember entscheiden werde, brauche sie entsprechende Bewegungsfreiheit, bleibe aber Landessprecherin, sagte Petrovic bei einer Pressekonferenz am Dienstag. Als Nachfolgerin schlage sie ihre Stellvertreterin Helga Krismer-Huber vor. Der Klub werde darüber am kommenden Dienstag entscheiden.

Dass, wie kolportiert, Druck der Bundespartei zu diesem Wechsel im niederösterreichischen Landtag geführt habe, bestritt Petrovic. Es wäre aber auch sinnlos, auf sie Druck ausüben zu wollen, sie sei ein "Sturschädel". Vielmehr sei sie erst gestern, Montag, von der Bundespartei auf entsprechende Gerüchte angesprochen worden. Bei der niederösterreichischen Landtagswahl im März hätten die Grünen als einzige Partei ein "sattes Plus" erreicht, die sei ein "schöner Erfolg". Seit dem Einzug in den Landtag 1998 hätten sich die niederösterreichischen Grünen kontinuierlich entwickelt.

Offensive statt Taktieren

Sie sei gegen Taktieren und gehe lieber selbst in die Offensive, bevor Gerüchte die Runde machen, begründete Petrovic auf Journalistenfrage den Zeitpunkt der Bekanntgabe - auch wenn sie keine Garantie für die von ihr gewünschte Weichenstellung beim Bundeskongress habe. Der Wechsel im niederösterreichischen Landtagsklub erfolge in jedem Fall. Es gehe auch um die Frage, welche Leute man für die nächste Landtagswahl aufbaue.

Petrovic, die 2003 vom Parlament in den niederösterreichischen Landtag gewechselt war, verwies darauf, dass sie als Landessprecherin jüngst mit über 91 Prozent bestätigt wurde. Die nächste Latte seien die Gemeinderatswahlen 2015, wo man sicher in mehr als den derzeit 100 Ortsgruppen kandidieren werde.

Ursprünglich hatte Petrovic nach ihren Angaben eine "Solidaritätskandidatur" für die EU-Wahl vorgehabt, aber dann seien Impulse von der Bundespartei ebenso wie von Umwelt- und Tierschutzseite gekommen, dass man in Brüssel "eine wirkliche Kämpferin" brauche. Sie sei seit Jahren auf europäischer Ebene aktiv und habe konkrete Pläne, welche Akzente sie als Abgeordnete setzen würde. Es gelte auch, das "Wir-Gefühl" zur und in der Heimat zu vermitteln. (APA, 22.20.2013)

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    Beim Landeskongress am 13. Oktober war Petrovic mit 91 Prozent als Landessprecherin bestätigt worden.

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