"Presse"/"Wirtschaftsblatt": Redakteur für zwei Zeitungen

17. Oktober 2013, 09:10
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Tillian: "Könnte zukunftsfähiges Konzept sein"

Wien - Michael Tillian, Geschäftsführer von Presse und Wirtschaftsblatt, hat sich nach dem STANDARD-Bericht vor einer Woche wieder zu seinen Überlegungen geäußert, die Belegschaften der beiden Zeitungen zusammenzulegen - Redaktionen eingeschlossen. Tillian sagte damals: "Wir prüfen derzeit, ob eine gemeinsame Organisation von 'Presse' und 'Wirtschaftsblatt' möglich ist und wie sie aussehen könnte."

Der "Medienmanager" findet in seinem Web-TV nun, Tillian "deutet erstmals offiziell an": Die weiter als zwei Zeitungen erscheinenden Titel (auch eine Bedingung für Presseförderung in bisheriger Form) könnten künftig aus einer Mannschaft kommen.

Zukunftsfähiges Konzept

Tillian zur Frage, ob Redakteure künftig beide Blätter bedienen sollen: "Ein in einem Bereich sehr gut spezialisierter Journalist ist sicher in der Lage, Inhalte unterschiedlich herzustellen für unterschiedliche Bedürfnisse. Das könnte aus meiner Sicht durchaus ein zukunftsfähiges Konzept sein." Dass dann jeweils ein Kernteam leitender Redakteure speziell für einen Titel arbeitet, "kann sein".

Weiteren Personalabbau, von dem er intern gesprochen hat, "können wir alle in der wirtschaftlichen Situation nicht ausschließen". Es gelte "nachzudenken" ob der weiter möglich ist "bei Aufrechterhalten der Qualität".

Positives Ergebnis

Für 2013 gehe er davon aus, "dass wir ganz klar ein positives Ergebnis für Presse und Wirtschaftsblatt erreichen werden". Er wolle die Regionalisierung forcieren (die das Wirtschaftsblatt 2012 begonnen hat), sehe dort "große Chancen und Wachstumspotenzial". Der vereinte Verlag der beiden Zeitungen setze zudem auf Corporate Publishing und eine "Presse Akademie".

Wie Tillian schon in einer Betriebsversammlung vorigen Donnerstag abend von Presse und Wirtschaftsblatt sagte, solle eine Entscheidung über die Zusammenführung in den nächsten drei bis sechs Monaten fallen. Intern rechnet man eher mit einer Konkretisierung bis Jahresende. (red, derStandard.at, 17.10.2013)

 

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