Sicherheitslöcher bremsen Onlinebanking

7. August 2003, 13:40
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Initiaitve von Microsoft und BA-CA soll Vertrauen bei den Kunden bilden

Wien - Zwar hat mittlerweile jeder zweite Österreicher einen Internetzugang, aber nur jeder Fünfte nutzt das Netz für Bankgeschäfte. Sicherheitsbedenken und mangelnde Information erschweren die weitere Verbreitung von Internetbanking, hat der Austrian Internet Monitor der Marktforscher Integral und Fessel-GfK herausgefunden. Dabei seien diese Ängste weit gehend unbegründet, denn mit nur wenigen Sicherheitsvorkehrungen lasse sich der eigene PC gegen Datenmissbrauch schützen, so die Botschaft einer gemeinsamen Sicherheitsinitiative von Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) und Microsoft.

Keine negativen Vorfälle

"Aus dem Internetbanking selbst haben wir keinerlei negative Vorfälle", erklärte der BA-CA-Vorstandsdirektor für Informationstechnologie (IT) und Organisation, Wolfgang Haller, am Montag. Trotzdem sei diese Unsicherheit vorhanden, die das steile Wachstum des Internetbanking zuletzt habe abflachen lassen.

"Das Internet ist vom weltweiten Dorf zur Großstadt geworden", sagte Microsoft-Österreich-Chef Andreas Ebert. Dementsprechend hätten sich auch die Sicherheitsanforderungen verändert, die jedoch meist am eigenen PC weitgehend fehlen. Selbst das beste Sicherheitskonzept könne einen sorglosen Umgang mit Passwörtern nicht verhindern. Darum lege man besonderes Augenmarkt auf Information der Anwender, erklärte Ebert.

Themen Virenschutz und Passwort-Sicherheit

Sorgfältiger Umgang mit den Themen Virenschutz, Passwort-Sicherheit und Systemwartung sowie die richtigen Interneteinstellungen könnten Sicherheitsrisiken ausschließen. Ein Internetportal soll den Benutzern dazu konkrete Hilfe und Software bieten.

Im ersten Halbjahr 2003 stieg die Zahl der BA-CA-Onlinekunden um 6,4 Prozent auf 386.700 Anwender; Haller erwartet bis Jahresende mehr als 400.000. Monatlich werden bei der BA-CA zwischen 470.000 bis 500.000 Transaktionen mit einem Volumen von 390 bis 400 Mio. Euro online durchgeführt. (DER STANDARD Print-Ausgabe, 5.8.2003)

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