Wieder Ärger mit Behörden

13. August 2003, 11:16
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München will Beckers Vermögen pfänden lassen - Diesmal geht es um nicht entrichtete Gewerbesteuer

München - Der ehemalige deutsche Tennisprofi Boris Becker hat einem Bericht zufolge wieder Ärger mit den Finanzbehörden. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" soll Becker der Stadt München rund 660.000 Euro Gewerbesteuer schulden. Die Stadtkämmerei habe bereits die Vollstreckung ihrer Steuerforderungen angeordnet - damit wären von der Stadt beauftragte Inkasso-Beamte berechtigt, Vermögenswerte des ehemaligen Tennisstars zu pfänden. Als Profisportler, der sich nicht in einem Angestelltenverhältnis befunden habe, hätte Becker zu seiner aktiven Zeit in den 90er Jahren in München auch Gewerbesteuer zahlen müssen, berichtete die Zeitung weiter.

Stadt lehnte Stundungen ab

Die städtischen Steuereintreiber sollen es dem Bericht zufolge abgelehnt haben, Beckers ausstehende Steuerzahlungen weiter zu stunden. Der ehemalige Tennisprofi soll die dafür geforderten Sicherheiten nicht geboten haben. Beckers Anwalt Jörg Weigell sagte der Zeitung, es werde "mit Sicherheit" eine Einigung mit der Stadt geben: "Wenn Herr Becker etwas zahlen muss, dann wird er es auch zahlen." Das Landgericht München hatte Becker im Oktober wegen Steuerhinterziehung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe verurteilt. (APA/AFP)

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    Boris Becker muss sich wieder einmal der Steuerhinterziehung verantworten.

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