USA beschränken visafreie Durchreise für Fluggäste

3. August 2003, 13:44
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Für das Umsteigen brauchen Reisende nun ein Einreisevisum - EU-Bürger mit rotem EU-PAss ausgenommen

Washington - Zum Schutz vor Terroristen haben die USA ihre Durchreise-Bestimmungen für internationale Fluggäste beschränkt. Danach müssen ausländische Passagiere, die auf der Reise in ein anderes Land in den USA das Flugzeug wechseln, ab sofort ein US-Einreisevisum besitzen. Bisher war diese Bescheinigung bei den kurzen Zwischenstopps auf den US-Flughäfen nicht nötig. Wie das US-Heimatschutzministerium weiter mitteilte, gilt die Neuregelung nicht für Länder, die von der Visapflicht bei der US-Einreise ausgenommen sind. Dazu gehört auch Österreich, allerdings nur für Reisende mit einem (maschinenlesbaren) roten EU-Reisepass.

"Antwort auf Bedrohungslage"

"Die heute angekündigten Schritte sind zwar drastisch, aber eine angemessene Antwort auf die Bedrohungslage", sagte der Chef des Heimatschutzministeriums, Tom Ridge, am Samstag. "Wir wissen, dass sie Auswirkungen auf internationale Reisende haben werden, aber wir glauben, dass sie notwendig sind, um Leben und Eigentum zu schützen."

Das Heimatschutzministerium hatte vergangene Woche die Fluggesellschaften davor gewarnt, dass die El-Kaida-Gruppe des radikalen Moslem-Führers Osama bin Laden neue Anschläge plane. Noch in diesem Sommer könnten Flugzeuge entführt und für Selbstmordanschläge nach dem Muster des 11. September 2001 verwendet werden, hatte das Ministerium geschrieben. Ziele könnten neben den USA Großbritannien, Italien oder Australien sein; die Regierungen dieser Staaten trugen den US-Krieg im Irak mit. Ausdrücklich wurde vor Terroristen gewarnt, die das 1952 eingeführte Durchreise-Programm ausnutzen könnten, um ohne Visum in Flugzeuge im US-Luftraum zu gelangen. (APA/dpa)

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