Schweizer Notenbank hält Euro-Mindestkurs

8. Oktober 2013, 18:49
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Die Nationalbank will der wirtschaftlichen Erholung noch nicht trauen, die Abwärtsrisiken seien nach wie vor beträchtlich

Die vor gut zwei Jahren festgelegte Euro-Untergrenze von 1,20 Franken ist nach Einschätzung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) weiter notwendig. In einer offenen Volkswirtschaft wie der Schweiz wirkten sich große Wechselkursänderungen stark auf Produktion und Preise aus, erklärte Notenbankchef Thomas Jordan am Dienstag laut Redetext bei einer Veranstaltung in Washington.

Die Abwärtsrisiken für die Weltwirtschaft seien nach wie vor beträchtlich und der Franken immer noch hoch bewertet. "Deshalb behält die SNB den Mindestkurs bei", sagte Jordan. "Er ist das richtige Mittel, um die Preisstabilität in der Schweiz auf absehbare Zeit sicherzustellen."

Mit Zinsen nahe null könne der Mindestkurs eine Verschärfung der Rahmenbedingungen verhindern, sollte der Franken wieder unter Aufwertungsdruck kommen, sagte Jordan. Die Notenbank stehe deshalb bereit, die Kursuntergrenze durchzusetzen und bei Bedarf weitere Maßnahmen zu ergreifen.

Da ein Euro seit September 2012 mehr als 1,20 Franken kostet, musste die SNB den Mindestkurs seit mehr als einem Jahr nicht durchsetzen, wie der der SNB-Präsident erklärte. Am Dienstag wurde die Gemeinschaftswährung zu Kursen um 1,2280 Franken gehandelt. (APA, 8.10.2013)

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