Tiergarten Schönbrunn mit Solarpreis 2013 ausgezeichnet

5. Oktober 2013, 14:08
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Für Einsatz erneuerbarer Energien

Wien - Für den Einsatz erneuerbarer Energien ist der Tiergarten Schönbrunn am Samstag mit dem Österreichischen Solarpreis 2013 ausgezeichnet worden.

Wenn die Elefanten in Schönbrunn duschen, sorgt die Solaranlage am Dach des Elefantenparks für warmes Wasser. Mittels Sonnenenergie wird auch erreicht, dass die Felsen- und Königspinguine im Polarium antarktische Temperaturen vorfinden und die Bewohner des Südamerikaparks einen geheizten Fußboden und warmes Badewasser haben.

Energieintensive Tierhaltung

Die größte Photovoltaik-Anlage des Tiergartens befindet sich mit 292 Quadratmetern am Dach des Wirtschaftshofes und erzeugt Strom für den Zoo-Betrieb. Bereits 1999 wurde mit den ersten Solarpanelen die Grundlage für die nachhaltige Energiegewinnung gelegt.

"Natürlich ist die Haltung von Tierarten aus aller Welt sehr energieintensiv. Durch den Einsatz neuer Technologien, alternativer Konzepte und ständige Kontrolle halten wir den erforderlichen Energie- und Rohstoffeinsatz so gering wie möglich", hielt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter anlässlich der Preisverleihung fest.

Weitere Preisträger

Neben dem Tiergarten Schönbrunn wurden auch die ebswien Hauptkläranlage, die Herbert Hochwallner und Zotter Schokoladen Manufaktur, die Energieagentur der Regionen, die Rickl Mühle, die Österreichische Post AG, die Wiener Linien und Gerhard Kaindl mit dem Solarpreis ausgezeichnet. Seit 1994 zeichnet die gemeinnützige europäische Sonnenenergie-Vereinigung Eurosolar Austria innovative Projekte zur Nutzung erneuerbarer Energien aus, um damit das Interesse in der Öffentlichkeit zu fördern.

Die ebswien wurde für ihren Weg zur energieautarken Kläranlage ausgezeichnet, die Post AG konnte mit ihrer Broschüre zu "100 Jahre Elektromobilität bei der Österreichischen Post" punkten. Die Wiener Linien heimsten den Preis für ihre Elektrobusse im Linienverkehr ein.

Gerhard Kaindl präsentierte sein Plus-Plus-Energie-Wohnhaus, das mit elf Euro Energiekosten pro Jahr auskommt. Der Preis für industrielle, kommerzielle und landwirtschaftliche Betriebe/Unternehmen wurde zweimal vergeben: einmal an Herbert Hochwallner, der mit einer Kombination aus erneuerbarer Energiegewinnung und dem Einsatz von Biomasse punktete, zum anderen an den Schokoladen-Hersteller Zotter mit seinem essbaren Tiergarten, der vollbiologisch bewirtschaftet wird und artgerechte Tierhaltung und ökologisches Wirtschaften zum Inhalt hat.

Die Energieagentur der Regionen holte sich den Preis für lokale und regionale Vereine als Förderer von Projekten für erneuerbare Energien. Der Preis für solares Bauen ging an die Rickl Mühle in Groß Schweinbarth, die mit ihrer PV-Anlage den gesamten Strombedarf des Getreidehandels und der Getreide-Lagerung abdeckt. (APA, 5.10.2013)

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    Wenn die Sonne ihre volle Kraft entfaltet, freuen sich die Elefanten über Abkühlung und die Zooleitung über geringe Energiekosten.

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    Lange Solartradition: Ex-Umweltminister Martin Bartenstein, Ex-Wirtschaftsstadträtin Brigitte Ederer und Ex-Direktor Helmut Pechlaner bei der Eröffnung der ersten Solaranlage für das Elefantenhaus im Juli 1999.

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