BZÖ will Plattform mit Neos, diese winken ab

17. September 2013, 17:09
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Bucher für Kooperation der liberalen Kräfte nach der Wahl - Für Strolz eine "wahltaktische Mogelpackung"

Wien - BZÖ-Chef Josef Bucher schlägt den Neos vor, bei künftigen Wahlen als gemeinsame liberale Plattform anzutreten. "Für die Neos ist es schwierig bis aussichtslos, in den Nationalrat zu kommen. Daher ist das auch ein Angebot an potenzielle Neos-Wähler, jetzt uns zu wählen", erklärte Bucher gegenüber der "Presse". Neos-Chef Matthias Strolz lehnte dieses Angebot postwendend ab.

Bucher gab an, mit Neos-Unterstützer Hans-Peter Haselsteiner Gespräche geführt zu haben, bevor Neos als eigenständige Partei antrat. Gescheitert seien die Gespräche daran, dass der BZÖ-Chef nicht breit gewesen sei, sich von den Mandataren Ewald Stadler und Peter Westenthaler zu trennen.

Neos winken ab

Bucher bot nun den Neos eine Kooperation für die Zeit nach der Nationalratswahl an. Eine gemeinsame Plattform solle die liberalen Kräfte bündeln, so der Parteiobmann. Vom BZÖ könnte die pinke Partei profitieren, zeigte sich Bucher überzeugt, schließlich sei es in allen Bundesländern organisatorisch gut verankert: "Und wir haben den viel höheren Bekanntheitsgrad."

Die Neos treten am 29. September gemeinsam mit dem Liberalen Forum an. Neos-Vorsitzender Matthias Strolz konnte dem Vorschlag Buchers aber nichts abgewinnen: "Wir sind zwar ebenfalls für eine Bündelung liberaler Kräfte, aber das ist doch eher eine wahltaktische Mogelpackung. Und als solche weise ich das Angebot auch zurück." Mit Josef Bucher könne er sich nach der Wahl auf einen Kaffee treffen: "Er wird viel Zeit haben." (APA, 17.9.2013)

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