UN-Sicherheitsrat verlängert Friedensmission im Südlibanon

2. August 2003, 15:13
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Besorgnis über Grenzverletzungen

New York - Der Weltsicherheitsrat hat die UN-Friedensmission im Südlibanon am Donnerstagabend für sechs Monate verlängert. Zugleich zeigte sich der Rat besorgt über ernsthafte Grenzverletzungen beider Seiten an der so genannten blauen Linie zwischen Israel und dem Libanon, die von den UN festgesetzt wurde. Die Resolution wurde von den 15 Sicherheitsratsmitgliedern einstimmig verabschiedet.

Das UN-Gremium begrüßte die Schritte der libanesischen Regierung, ihre Autorität im Süden des Landes wieder herzustellen. Ausdrücklich hob der Resolutionstext die Entsendung libanesischer Truppen in das Gebiet hervor. Die Schritte müssten ausgeweitet werden, um Ruhe und Ordnung zu garantieren.

Der libanesische UN-Vertreter Hussam Assad Diab begrüßte die Resolution. Zugleich warf er Israel vor, mit Flügen über die blaue Linie die libanesische Bevölkerung zu terrorisieren.

Dagegen sagte der israelische UN-Botschafter Dan Gillerman, seine Regierung sei über das Lob der libanesischen Schritte tief besorgt. Die Terrororganisation Hisbollah sei im Süden des Landes nach wie vor aktiv. Sie habe angedroht, israelische Staatsbürger zu entführen und Terroranschläge gegen amerikanische Einrichtungen zu verüben.

Israel besetzte den Libanon 1982. Von 1985 bis zum Rückzug im Mai 2000 hielt Israel einen Teil des Südlibanon als Pufferzone gegen Guerillaangriffe besetzt. Die blaue Linie ist keine Grenze, sondern wurde von den Vereinten Nationen gezogen, um den israelischen Rückzug zu markieren. (APA/AP)

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