UEFA vergibt Europa-League-Platz von Fenerbahce per Los

29. August 2013, 17:00
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Entscheidung Freitag um 9 Uhr - Salzburg sieht sich potenziell geschädigt - Chance für Pasching

Nyon/Vilnius - Europas Fußballverband wird den durch den Ausschluss von Fenerbahce Istanbul vakant gewordenen Platz in der Europa League per Los vergeben. Dies entschied die Dringlichkeitskommission der UEFA am Donnerstagnachmittag. Demnach werden alle 30 Verlierer der Playoff-Duelle in einen Topf geworfen, Freitag 9:00 Uhr wird in Monaco dann gelost.

Damit darf sich etwa auch Pasching im Fall eines Ausscheidens gegen Estoril noch Hoffnungen auf die Gruppenphase machen. Für Salzburg, das in der 3. Runde der Champions-League-Qualifikation an Fenerbahce gescheitert war, hat der Beschluss wohl keine Auswirkung - nach dem 5:0 im Hinspiel des EL-Play-offs gegen Vilnius ist man so gut wie in der Gruppenphase.

Am Mittwoch hatte der Internationale Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne die ursprünglich von der UEFA ausgesprochene, zweijährige Europacup-Sperre gegen Fenerbahce wegen des nationalen Manipulationsskandals bestätigt. Fenerbahce hatte erst durch die Anrufung des CAS eine Aussetzung dieser Sanktion sowie Teilnahme an der dritten Runde der Champions-League-Qualifikation erwirkt und in dieser dann Salzburg ausgeschaltet. Im Champions-League-Play-off scheiterte Fenerbahce aber am Dienstagabend an Arsenal.

Spekulationen

In der Rechtsabteilung von Red Bull Salzburg, die von Beginn der Causa an bei der UEFA ihre Ansprüche geltend machte, hoffte man wohl auf eine andere Lösung. Von dort verlautete, dass man sich etwa ein neuerliches CL-Play-off-Duell Arsenals - in diesem Fall gegen Salzburg - vorstellen hätte können. Die Spekulationen waren mannigfaltig, schließlich hätte auch Bursaspor, das in der Vorsaison hinter Fenerbahce auf Rang vier der Süper Lig gelandet war, wohl berechtigte Ansprüche auf den Platz des ausgeschlossenen Rivalen.

Die Verlosung jedenfalls scheint für die UEFA nun eine elegante Umgehung der Problematik zu sein, die freilich auch erst durch die späte Entscheidung des CAS auftrat. In Salzburg sieht man sich jedenfalls als potenziell geschädigte Partei, die durch das CL-Aus gegen einen gar nicht spielberechtigten Gegner um eine große Chance gebracht worden ist. In finanzieller ebenso wie in sportlicher Hinsicht. Selbst Österreichs Fußball könne man als potenziellen Verlierer sehen, der etwa im Falle eines möglich gewesenen Einzugs Salzburgs in die CL-Gruppenphase um vier Bonuspunkte für die UEFA-Fünf-Jahreswertung umfällt - weitere Erfolge wären da noch gar nicht berücksichtigt. (APA, 29.8.2013)

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    Das riecht weiter nach Ärger.

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