Ukraine: Femen wirft Behörden gezielte Racheaktion vor

28. August 2013, 10:25
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Protestbewegung: Polizei schob uns Waffen unter - Haftstrafen bis zu fünf Jahren drohen

Kiew - Die ukrainische Protestbewegung Femen hat nach einem Waffenfund in ihrem Büro der Polizei vorgeworfen, ihr eine Pistole und eine Handgranate untergeschoben zu haben. Den für ihre Oben-ohne-Proteste bekannten Frauen drohten lange Haftstrafen, sagte Aktivistin Alexandra Schewtschenko am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Sie beschuldigte die Behörden, sich an der Gruppe rächen zu wollen.

Die Frauen seien tagelang nicht in ihrem Büro gewesen, so dass der Geheimdienst die Waffen habe verstecken können, sagte Schewtschenko. Ein Polizeisprecher sagte der Internetzeitung "Ukrainskaja Prawda", Anlass für die Durchsuchung sei ein anonymer Hinweis auf einen Sprengsatz gewesen.

Den Mitgliedern drohten Ermittlungen wegen unerlaubten Waffenbesitzes, worauf bis zu fünf Jahre Haft stehen, sagte Schewtschenko. "Das deutet darauf hin, dass man uns ins Gefängnis stecken will, um Femen auszuschalten", meinte die 25-Jährige. Sie machte auch den russischen Geheimdienst verantwortlich. Femen hatte mehrmals aufsehenerregend gegen Kremlchef Wladimir Putin protestiert, etwa bei der wichtigen Industrieschau Hannover Messe. (APA, 28.9.2013)

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