Ex-ÖVP-Parlamentarierin Ranner muss vor Gericht

20. August 2013, 14:20
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Ehemalige Europaabgeordnete muss sich wegen Untreue und Betrugs verantworten

Graz - Die ehemalige ÖVP-Europaabgeordnete Hella Ranner muss sich ab 4. November im Straflandesgericht Graz wegen Betrugs und Untreue verantworten. In vorerst fünf anberaumten Verhandlungstagen wird Richter Karl Buchgraber den Vorwürfen auf den Grund gehen: In der Anklage wird Ranner beschuldigt, einer Privatperson zwei Darlehen von je 50.000 Euro betrügerisch herausgelockt und durch Missbrauch ihrer Befugnis als geschäftsführende Gesellschafterin eine Rechtsanwaltssozietät um rund 387.000 Euro geschädigt zu haben.

Die Staatsanwaltschaft Graz erklärte am Dienstag, dass der Prozess am 4. November beginnen und am 5., 7., 8. und 15. November fortgesetzt werden soll. Welcher Staatsanwalt die Anklagebehörde vertreten werde, sei noch nicht bestimmt worden, sagte Sprecher Hansjörg Bacher.

"Erschlichene Prämien"

Hella Ranner, gebürtige Grazerin, wurde von ihrem früheren Arbeitgeber, der Linzer Anwaltskanzlei Saxinger, Chalupsky & Partner (SCWP), vorgeworfen, die Kanzlei geschädigt zu haben - "vornehmlich durch erschlichene Prämien und ungerechtfertigt erstellte Honorarforderungen" zwischen 2006 und 2008. Sie war unmittelbar vor dem Einlangen der Anzeigen mit ihrer Sanierungsfirma in die Pleite geschlittert.

Das Gerichtsverfahren war wegen Befangenheit von Graz an das Landesgericht Leoben verlegt worden, verhandelt wird nun aber in Graz. Ranner, die Ende März 2011 zurückgetreten ist, wies die Vorwürfe stets von sich. (APA, 20.8.2013)

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