Kaffee während der Schwangerschaft wirkt auf Mäuse-Nachkommen schädlich

10. August 2013, 16:54
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Forscher warnen aber vor vorschnellen Rückschlüssen auf Menschen

Paris - Eine Studie mit Mäusen, die französische Forscher durchgeführt haben, liefert neue Hinweise dafür, dass ein hoher Kaffeekonsum während der Schwangerschaft dem Baby schaden könnte. Wissenschaftler des staatlichen Forschungsinstituts Inserm schütteten schwangeren und später stillenden Mäusen Koffein ins Trinkwasser und simulierten dadurch Kaffeekonsum. Das Koffein beeinflusste die Gehirnentwicklung des Nachwuchses: So hatten die Mäusebabys nach der Geburt ein höheres Risiko von epileptischen Anfällen und als erwachsene Tiere Schwierigkeiten mit dem Gedächtnis für Räume.

Die Ergebnisse könnten aber nicht einfach auf den Menschen übertragen werden, sagte Forschungsleiter Christophe Bernard. Es gebe schließlich "Unterschiede bei Entwicklung und Heranwachsen" von Maus und Mensch. Es handle sich aber um einen "ersten grundsätzlichen Beweis" für die mögliche Schädlichkeit von Kaffee während der Schwangerschaft und der Zeit des Stillens.

Umstrittene Grenzwerte

In der Wissenschaft ist umstritten, ob und in welcher Menge der Kaffee-Konsum der Mutter schädlich für den menschlichen Fötus und ein Neugeborenes sein kann. Einer schwedischen Studie zufolge haben Babys von Frauen, die während der Schwangerschaft mindestens eine Tasse Kaffee pro Tag tranken, bei der Geburt ein geringeres Gewicht als Babys von Frauen, die keinen Kaffee tranken. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt schwangeren Frauen, nicht mehr als zwei große Tassen Kaffee am Tag zu trinken.

Die Inserm-Forscher ließen die Mäuse Koffein in einer Menge zu sich nehmen, die beim Menschen zwei oder drei Tassen Kaffee entspricht. Laut der in der Fachzeitschrift "Science Translational Medicine" veröffentlichten Studie behinderte das Koffein bei den sich entwickelnden Mäuse-Föten die Wanderung bestimmter Neuronen in einen Gehirnbereich, der für das Gedächtnis zuständig ist. Koffein kommt nicht nur in Kaffee, sondern auch in Tee und Cola-Getränken vor. (APA/red, derStandard.at, 10.08.2013)

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