Raubkopien - verschlüsselt und kopiergeschützt

6. August 2003, 11:22
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Ein Streit unter deutschen Filmpiraten führt zu radikalen Massnahmen - Nur mehr "gute Freunde" erhalten illegales Material

Laut einem Bericht von Heise tobt derzeit ein Streit unter deutschen Filmpiraten. Eine der großen Organisationen der Screener-Szene hat nun angekündigt, in Zukunft nur noch "wirklich gute Freunde" mit kopiergeschützten und verschlüsselten illegalen Raubkopien von Filmen versorgen zu wollen.

"Erhaltung der wirklichen Warez-Szene"

Die "The German Screener Crew" (TGSC) will zur "Erhaltung der wirklichen Warez-Szene" - so die Ankündigungen in einschlägigen Foren - in Zukunft nur noch an "wirklich gute Freunde" verschlüsselte und kopiergeschützte Raubkopien vergeben. Die TGSC, nach eigenen Aussagen das Mass aler Dinge in der Szene, will so die "unnötige Aufmerksamkeit", die durch die vielen FXP- und File-Sharing Tools entstanden ist, von der Screener-Szene wegbekommen.

Jedem Gewerbe sein TCPA

Kritiker sehen in der Vorgehensweise allerdings nur ein Mittel um noch mehr Geschäft mit den raubkopierten Filmen zu machen. Die TGSC hat ein Programm entwickelt, das die Filme ver- und entschlüsseln können soll. Laut Heise soll in Zukunft jeder Betrachter einen eigenen Schlüssel generiert bekommen, den dieser dann an die TGSC senden muss, um das Entschlüsselungstool zu erhalten. Jeder Film soll zudem ein digitales Wasserzeichen erhalten. Ein Film kann danach nur auf einem PC, der die Abspiel-Freigabe erhalten hat, angesehen werden. Diese Vorgehensweise kennt man auch außerhalb der Piratenszene - dort nennt sich das TCPA und wird ebenfalls heftig kritisiert. Es bleibt abzuwarten wie die restliche Szene reagiert und ob die TGSC ihr eigenes Toll vor Crackern schützen kann.(red)

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