Militante bekennen sich zu Anschlagserie im Irak

30. Juli 2013, 17:02
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Al-Kaida-Ableger: Regierung und Militär sowie "sunnitische Verräter" als Hauptziele

Bagdad - Ein Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida hat sich zu der jüngsten Anschlagserie mit fast 60 Toten im Irak bekannt. Die blutigen Attentate hätten eine neue Offensive eingeläutet, verkündete die militante Gruppierung Islamischer Staat im Irak und in der Levante am Dienstag in einem jihadistischen Internet-Forum. Als Ziel seien bewusst Regierungs- und Militäreinrichtungen sowie "sunnitische Verräter" gewählt worden. Die Gruppe hatte sich vorige Woche schon zu Angriffen auf zwei Gefängnisse bekannt, aus denen hunderte Häftlinge fliehen konnten, darunter mehrere Extremistenführer.

Am Montag hatte eine Anschlagsserie die irakische Hauptstadt Bagdad und ihre Umgebung erschüttert. Dort wurden mindestens 57 Menschen durch explodierende Autobomben getötet und mehr als 220 verletzt, wie Sicherheits- und Rettungskräfte berichteten. In der westlichen Provinz Anbar und nördlich der Stadt Tikrit rissen zwei weitere Anschläge zudem sechs Polizisten in den Tod. Angesichts des steigenden Blutzolls sieht das Innenministerium den Irak "mit einem offenen Krieg von blutigen konfessionellen Kräften" konfrontiert, die "das Land ins Chaos stürzen wollen". (APA, 30.7.2013)

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