"Oberösterreichische Nachrichten" experimentieren mit Premium-Artikeln

30. Juli 2013, 16:53
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Die Linzer haben eine - kostenlose - Registrierungsschranke eingerichtet

Reinhold Mitterlehner fordert "klare Verhältnisse", ein Hochwasseropfer aus Niederranna fühlt sich "verhöhnt". Wirtschaftsminister wie der Mann aus Niederranna haben in der Onlineausgabe der "Oberösterreichischen Nachrichten" (OÖN) eines gemeinsam - einen Stern. Damit werden auf Nachrichten.at seit Anfang Juli "Premium-Artikel" ausgezeichnet. Das sind exklusive Geschichten wie Interviews oder Analysen, Artikel mit Mehrwert, die es "nur bei uns gibt", erklärt Onlinechefin Elisabeth Eidenberger. Um mehr als den ersten Absatz zu lesen, wird die Leserschaft aufgerufen, sich kostenlos zu registrieren.

Registrierung als Hürde

Zwischen null und fünf Artikel aus der Printausgabe werden hinter eine Registrierungsschranke gestellt. Anfangs gab es negative Kommentare der Leserinnen und Leser, mittlerweile haben sich "die Leute daran gewöhnt", sagt  Eidenberger, "die Zugriffe steigen langsam". Trotzdem sei die Registrierung - gefordert werden hierzu lediglich ein Benutzername und eine E-Mail-Adresse - noch eine Hürde und die Auswahl ein Lernprozess für die Redaktion.

Neues Führungsduo

Als Vorstufe für Paid Content will sie die Testphase mit den Premium-Artikeln jedenfalls nicht verstanden wissen. Noch wisse man nicht, ob Bezahlinhalte einführt werden, sagt Eidenberger. Sie wechselte im Juli von der Wirtschaftsredaktion zu Online und leitet den Bereich gemeinsam mit Clemens Thaler. Das Führungsduo folgte auf Carsten Hebestreit, der nun die Motorredaktion leitet. (Sabine Bürger, derStandard.at, 30.7.2013)

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