Eine Hit(z)parade ohne neuen Spitzenreiter

28. Juli 2013, 12:41
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"Nur" 39,2 Grad in Waidhofen an der Ybbs und Bad Goisern - Bisher höchste Temperatur 2013

Wien - Zwischen 40 und 44 Grad lagen die Temperaturen an einigen Orten am Sonntagnachmittag - sogar flächendeckend in Ost- und Südostösterreich. Allerdings war dies nur die "gefühlte Temperatur", die von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) um 15 Uhr ausgegeben wurden: "Hinter dieser Größe verbirgt sich eine Kombination aus verschiedenen meteorologischen Parametern, nämlich Lufttemperatur, Strahlungsbedingungen, Windgeschwindigkeit und Luftfeuchtigkeit".

Nachdem bereits am Nachmittag 38,7 Grad in Villach erreicht wurden, stand der heißeste Tag des Jahres fest.

39,2 Grad Höchsttemperatur

Ansonsten lag Österreich am Sonntag höchst transpirativ auf der Lauer, ob ein neuer Rekordwert von mehr als 39,7 Grad am Thermometer und im Schatten erreicht werden würde. Jene 39,7 Krügeln im Schatten waren 1983 in Dellach im Drautal gemessen worden. Dieser Wert wurde bis zum späten Nachmittag knapp verfehlt: Die österreichischen Hitzepole lagen in Waidhofen an der Ybbs (NÖ) und in Bad Goisern (OÖ), wo jeweils 39,2 Grad gemessen wurden.

Ein paar lokale Rekorde wurden allerdings bereits um 15 Uhr schon geknackt: wie Bregenz mit 37,1 Grad (alter Rekord 36,6 Grad am 11. Juli 1984). Oder auf der Rax bei der Seilbahn-Bergstation in 1547 Metern Seehöhe mit vorläufigen 28,4 Grad (alter Rekord 27,0 Grad am 14. August 2003).

Rekorde für Salzburg und Oberösterreich

Im Bundesland Salzburg wurde noch nie eine so hohe Temperatur gemessen wie die 38,6 Grad in Salzburg-Freisaal am Sonntag (alter Rekord 37,7 Grad am 11. Juli 1984). Auch in Oberösterreich war das Temperaturmaximum von Bad Goisern ein Allzeitrekord für das Bundesland. Der bisherige Spitzenwert vom 6. Juli 1957 wurde um 0,2 Grad knapp übertroffen.

Trockenheit setzt Landwirtschaft zu

Die anhaltende Trockenheit setzt indes den Landwirtschaftsbetrieben mehr und mehr zu. Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich (VP) will daher nun den Katastrophenfonds anzapfen, um den betroffenen Bauern zu helfen.

Der Sommer bleibt

Laut dem Wetterdienst Ubimet steht dem Osten und Südosten des Landes auch am Montag noch einmal ein sehr heißer Tag bevor. Die Höchstwerte vom Sonntag könnten nochmals übertroffen werden. In der Nacht zum Dienstag wird die extrem heiße Luftmasse jedoch von einer Kaltfront mit Sturmböen und teilweise unwetterartigen Gewittern aus ganz Österreich verdrängt.

Das Sommerwetter bleibt aber erhalten, die Temperaturen liegen weiterhin auf überdurchschnittlichem Niveau um die 30 Grad. Ab Donnerstag deutet sich sogar ein neuerlicher Temperaturanstieg an, der August beginnt somit hochsommerlich. (APA, frei, 28.7.2013)

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    Platsch! Die erfrischendste Art der Hitze zu entkommen, ist ein Sprung ins kühle Wasser.

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