Arbeitsbedingungen: Weitere Apple-Zulieferer in der Kritik

28. Juli 2013, 12:39
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Aus China gibt es weitere Berichte über skandalöse Arbeitsbedingungen

Nachdem es in den letzten Jahren immer wieder zu Kritik an den Arbeitsbedingungen beim Apple-Zulieferer Foxconn kam und Apple-Chef Tim Cook einlenkte, gibt es nun erneute Berichte über skandalöse Arbeitsbedingungen in China. Betroffen sind offenbar mehrere Unternehmen, die Apple-Produkte herstellen.

Verstöße gegen chinesisches Arbeitsrecht

Wie "Spiegel Online" berichtet, soll die Nichtregierungsorganisation China Labor Watch nun von Arbeitsbedingungen berichtet haben, die schlimmer seien als bisher angenommen. "Der Spiegel" hat Autoren vor Ort in Shanghai mit einer Recherche beauftragt, um in Erfahrung zu bringen, dass die Vertragsfabriken von Apple systematisch gegen chinesisches Arbeitsrecht verstoßen würden.

Einschüchterungsversuche und massive Überstunden

Zu den Verstößen würde unter anderem die Arbeit unter teils gefährlichen Bedingungen gehören, die mitunter von über 10.000 Schülern und Studenten ausgeübt wird. Lehrer und Schulen, die die Arbeitskräfte zu den Fabriken schicken, würden sogar Teile des Lohns einbehalten. Stundenlanges Stehen, 12-Stunden-Tage und 80 Überstunden im Monat seien keine Seltenheit, wie die China Labor Watch weiter berichtet. Minderjährige und Schwangere würden über das übliche Ausmaß von acht Stunden täglich arbeiten müssen. Überstunden würden nicht ausbezahlt werden und ständige Einschüchterungsversuche seitens Firmen unternommen werden.

Keine Stellungnahme von Apple

Apple hat sich von Foxconn getrennt, um den Image-Schaden, der durch die Arbeitsbedingungen entstanden ist, zu vermeiden. Offenbar ist die Auslagerung in andere Unternehmen für Apple aber in die falsche Richtung gelaufen. Apple selbst hat sich zu den aktuellen Vorwürfen noch nicht geäußert. (red, derStandard.at, 28.7.2013)

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    Chinesische Studenten demonstrieren immer wieder gegen die Arbeitsbedingungen bei den Apple-Zulieferern

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