Heiß ohne Rekorde: 37,6 Grad in Waidhofen an der Ybbs

27. Juli 2013, 18:43
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Um 18.00 Uhr bereits fallende Tendenz

Wien - Heiß war's am Samstag in Österreich - auch ohne Rekorde. Um 17.00 Uhr wurden laut der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Wien (ZAMG) die höchsten Temperaturpegel in Waidhofen an der Ybbs (NÖ) mit 37,6 Grad Celsius, in Ostermiething (OÖ) mit 37,4 Grad Celsius und in Dellach im Drautal (Kärnten) mit 37,3 Grad registriert. Die Temperaturen änderten sich auch bis 18.00 Uhr nicht mehr, so eine Sprecherin der "Hohen Warte" in Wien.

In Salzburg-Freisaal war man immerhin auch auf 37,1 Grad Celsius Höchsttemperatur gekommen, in Neusiedl am See im Burgenland schwitzte man sich bei 36,4 Grad durch das ebenfalls warme Wasser. In den Kamp in Gars (NÖ) hüpften die Badegäste bei 36 Grad Celsius.

Fast 36 Grad in Wien

Die Innenstadt Wiens brachte es für die Touristen auf 35,9 Grad, was der höchste Wert in der Bundeshauptstadt war. Die tiefsten Temperaturen wurden am Pitztaler Gletscher mit 15,9 und am Sonnblick mit 11,8 Grad Celsius registriert.

Rekordhalter Dellach ungebrochen

Der bisherige Rekordhalter bei sommerlichen Temperaturen ist Dellach im Drautal, wo am 27. Juli 1983 die immer noch aktuelle Bestmarke von 39,7 Grad erzielt wurde, lag am Samstag auf Platz fünf (34,6 Grad). Endgültige Zahlen will die ZAMG am späten Nachmittag bekannt geben.

Sonntag vielleicht mehr als 40 Grad

Spannend wird es dann am Sonntag: Da könnte es in Österreich erstmals über 40 Grad heiß werden. Die Chancen dafür standen am Samstag weiterhin bei 50 zu 50, wie Meteorologen prognostizierten. Dabei dürfte Dellach im Drautal dieses Mal nicht zu den Favoriten gehören. Laut Schätzungen könnte Waidhofen an der Ybbs (NÖ) ein Kandidat sein, liegt die Stadt doch in einem der "klassischen Föhntäler". Die Mostviertel-Metropole hält auch den bisherigen Rekord für 2013 mit 38,6 Grad (Messung am 20. Juni).

Sollte der Rekord überhaupt fallen, dann wird das laut Prognosen wohl am ehesten östlich der Linie Linz-Klagenfurt geschehen. Favoriten sind auch im Voralpengebiet und im Seewinkel beim Neusiedlersee zu finden, aber auch die Innere Stadt in Wien ist ein möglicher Kandidat, wo jede Menge Beton, Stein und Asphalt dafür sorgt, dass die Temperaturen sehr hoch klettern.

Menschen in Tschechien und der Slowakei schwer belastet

Sengende Hitze und stickige Luft haben die Menschen in Tschechien belastet. Allein in Prag brachen zwei Dutzend vorwiegend ältere Menschen wegen der Hitze zusammen und mussten ärztlich behandelt werden, wie der Rettungsdienst mitteilte. Wegen stark erhöhter Ozonwerte gilt seit Samstag in mehreren Regionen Smogalarm. Die höchste Temperatur wurde mit 37,4 Grad im westböhmischen Pilsen gemessen.

Heiß war es auch in der Slowakei. Dort brach der Asphalt auf den Autobahnen D1 und D2 auf. Im benachbarten Polen begann unterdessen der Run auf die besten Liegeplätze am Strand. "Sturm auf die Ostsee - Wer zwängt sich noch rein?" titelte der Fernsehsender TVN24 auf seiner Internetseite. (APA, 27.7.2013)

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    Tipp für das Wochenende: Abkühlung suchen.

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