Syrien und UN einigen sich auf Untersuchung zu Chemiewaffeneinsatz

27. Juli 2013, 13:37
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Aber noch unklar, ob UN-Waffeninspektoren ins Land gelassen werden

New York/Damaskus - Die Vereinten Nationen haben sich mit der syrischen Regierung auf eine Untersuchung zum mutmaßlichen Einsatz von Chemiewaffen im Bürgerkrieg in Syrien geeinigt. Das gaben die UN am Freitag (Ortszeit) in New York bekannt. Zwei UN-Vertreter hätten am Dienstag und Mittwoch mit Regierungsvertretern in Damaskus beraten und "eine Einigung über das weitere Vorgehen erzielt", hieß es in einer kurzen Erklärung. 

Syrien hat wenig später die Vereinbarung mit den Vereinten Nationen bestätigt. Zum konkreten Inhalt wurde zunächst nichts bekannt. Ob Machthaber Bashar al-Assad tatsächlich UN-Waffeninspektoren in sein Land lässt, bleibt damit vorerst offen.

An den Gesprächen in Damaskus nahmen UN-Chefinspektor Ake Sellstrom und die UN-Abrüstungsbeauftragte Angela Kane sowie der Vizeministerpräsident und Außenminister von Syrien teil. Die Diskussionen seien "gründlich und produktiv" verlaufen, teilte die UN mit.

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat von Assad ungehinderten Zugang für seine Experten verlangt, um allen Hinweisen auf einen Chemiewaffeneinsatz nachzugehen. Damaskus wollte bisher nur die eigenen Vorwürfe überprüfen lassen, wonach die Rebellen am 19. März in der Stadt Khan al-Assal Giftgas einsetzten.

Die Vereinten Nationen haben insgesamt 13 Berichte über einen mutmaßlichen Einsatz von Sarin und anderen chemischen Kampfstoffen erhalten. Geheimdienste der USA, Großbritanniens und Frankreichs haben von Hinweisen berichtete, wonach Assads Truppen die verbotenen Stoffe gegen die Aufständischen eingesetzt haben. Russland hingegen stützt die Angaben der Regierung, wonach die Rebellen die Regierungstruppen mit Sarin bekämpft haben. (APA, 27.7.2013)

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