"Wolverine: Weg des Kriegers": Verbitterter Mutant in Japan

24. Juli 2013, 17:42
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Hugh Jackman in "Wolverine: Weg des Kriegers" – und die weiteren Filmstarts der Woche im Überblick

Unsterblichkeit schützt nicht vor Schmerzen. Zumindest nicht vor den seelischen. Mutant Wolverine (Hugh Jackman) lässt zu Beginn erkennen, wie bedauerlich die Ewigkeit sein kann. Geplagt von Albträumen, sitzt er depressiv im kanadischen Wald - satt vom Heldenstatus.

Zur Katharsis nimmt ihn die geheimnisvolle Yukio (Rila Fukushima) mit nach Japan, wo er zwischen kitschigen Papierwänden und im Schnellzug als Personenschutz für die schöne Mariko (Tao Okamoto) fungiert; er muss sich dabei der Kampfkunst, einer Viper und der eigenen Verwundbarkeit stellen.

In fünf Filmen bediente sich Centfox schon der X-Men-Figuren. In "The Wolverine" (dt.: "Wolverine: Weg des Kriegers") steht Jackman nun zum zweiten Mal alleine da. Das nimmt dieser dankend an: Kaum eine Szene kommt ohne seine körperbetonte Präsenz aus. Er spielt den verbitterten Helden mit einem Habitus voll unterdrückter Aggression.

Regisseur James Mangold, der mit dem Superheldengenre Neuland betritt, verzichtet - trotz unnötiger 3-D-Technik - immerhin auf allzu aufgeblasenen Bombast und langweilige Klischees.

Arbeitskampf und Zukunftssorge

Die heimische Feelgood-Komödie "Die Werkstürmer" lässt Michael Ostrowski als Stahlarbeiter um Arbeitsplatz und Lebensliebe kämpfen.

Mit schöner Selbstverständlichkeit erzählt der Brite Andrew Heigh in "Weekend" von zwei Männern, die sich ein Wochenende lang nahekommen.

Barock-ausladend entwirft Paolo Sorrentino in "La grande bellezza" ein zeitgenössisches Italien-Bild.

Robert Redford erkundet im Thriller "The Company You Keep" die politische US-Vergangenheit.

"21 & Over" begleitet einen Heranwachsenden auf die Party seines Lebens.  (siwe, kam, DER STANDARD, 25.7.2013)

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    Sind die Schurken in der Überzahl, braucht es starken Willen: Hugh Jackman in "Wolverine".

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