Personalrochaden bei Wiener Privatbank

19. Juli 2013, 12:29
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Wien - Der frühere Cheuvreux-Mann und bekannte Asset-Manager Alfred Reisenberger ist mit Ende Juni aus der Wiener Privatbank ausgeschieden. "Wir haben mit mir und Wolfgang Matejka bereits zwei erfahrene Asset-Manager an Bord. Für mehr sind in einer Bank dieser Größe nicht Platz", sagte der neue geschäftsführende Direktor Michael Sieghard dem "Format".

Infolge der neuen Eigentumsverhältnisse - Ex-Goldmann-Sachs-Banker Klaus Umek übernimmt die Kontrolle - kommt es zu weiteren Personalrochaden bei der Wiener Privatbank. Eduard Berger musste Umeks Vertrautem Sieghard als geschäftsführender Direktor weichen, so das Magazin. Ebenso wurden Johann Kowar, Günter Kerbler, Franz Zwickl und Christian Schopper im Verwaltungsrat durch Umek und seine Freunde ersetzt.

Die Privatbank wird nun von Sieghard und Helmut Hardt geführt. Sieghards Vorgänger Berger bleibt bei der Bank - er wurde zum Managing Director bestellt, hieß es gegenüber der Austria Presseagentur. Hardts Vertrag war erst im April um fünf Jahre bis Sommer 2018 verlängert worden.

Die Kontrollübernahme durch Umek ist formell immer noch nicht unter Dach und Fach - die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat Umek und Sieghard noch nicht einmal zum Fit&Proper-Test eingeladen.

Umek, Gründer und Partner der Investmentgesellschaft Petrus Advisers, kauft den bisherigen Kernaktionären Kerbler und Kowar Anteile ab. In einem ersten Schritt wird Umek so 35 Prozent der Aktien halten, bereits Ende April hatte er angekündigt, seine Anteile später weiter aufstocken zu wollen. Während Kowar seine gesamten Anteile (mehr als 20 Prozent) an Umek abgibt, wird Kerbler - er hält mehr als 35 Prozent - Kernaktionär bleiben. Zu weiteren größeren Aktionären der Wiener Privatbank zählen auch Hardt und Berger (jeweils über 5 Prozent). (APA, 19.7.2013)

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