Millionen-Dollar-Strafe für Ex-Goldman-Banker

18. Juli 2013, 13:39
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Rajat Gupta soll mit dem früheren Chef des Hedgefonds Galleon Goldman-Sachs-Interna besprochen haben

New York - Ein früheres Mitglied der Führungsriege bei der US-Bank Goldman Sachs soll im Zusammenhang mit Vorwürfen des Insider-Handels eine Millionenstrafe zahlen. Ein Bundesrichter entschied am Mittwoch, dass Rajat Gupta 13,9 Millionen Dollar (10,6 Millionen Euro) zahlen müsse, wie die US-Börsenaufsicht SEC mitteilte. Der Richter untersagte es Gupta demnach außerdem, eine Führungsposition in einem öffentlichen Unternehmen zu übernehmen oder mit Investmentbankern zusammenzuarbeiten.

Die SEC wirft Gupta vor, mit dem früheren Chef des Hedgefonds Galleon, Raj Rajaratnam, Goldman-Sachs-Interna besprochen zu haben. In den Gesprächen der Männer soll es um eine Milliarden-Investition in Goldman Sachs und um nicht-öffentliche Details aus den Geschäftszahlen der Bank des Jahres 2008 gegangen sein.

Bereits im Juni 2012 hatte ein Geschworenengericht Gupta für schuldig erklärt, geheime Interna an Rajaratnam verraten zu haben. Im Oktober wurde Gupta zu zwei Jahren Haft und einer Geldstrafe von fünf Millionen Dollar verurteilt. Er legte Berufung ein, über die noch nicht entschieden wurde. Derzeit befindet sich Gupta gegen Kaution auf freiem Fuß. (APA, 18.7.2013)

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