Lkw stürzte in Gmunden 15 Meter in Bach ab

9. Juli 2013, 11:12
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Der Fahrer erlitt Verletzungen und Prellungen am gesamten Körper

Gmunden - Ein spektakulärer Lkw-Unfall in Karbach in Gmunden am Traunsee hat Montag am frühen Nachmittag für einen Großeinsatz von Bergrettern, Alpinpolizei und Freiwilliger Feuerwehr Helfern gesorgt. Weil der Fahrbahnrand einer Straße nachgab stürzte das Schwerfahrzeug 15 Meter tief in einen Bach ab, berichtete die Polizeipressestelle am Dienstag. Der 47-jährige Fahrer überlebte.

Der Dreiachser kam nach dem Absturz auf der linken Seite zu liegen. Der Fahrer erlitt Verletzungen und Prellungen am gesamten Körper. Ein nachkommender 27-jähriger Lkw-Lenker entdeckte den Unfall. Wegen des steilen Geländes konnte er nicht zu seinem Kollegen absteigen. Er rief mehrmals nach ihm. Dann tauchte der Verunglückte hinter seinem Fahrzeug auf und hielt sich an diesem fest.

Der 27-jährige wollte mit seinem Mobiltelefon Hilfe herbeirufen, hatte aber an dieser Stelle keinen Empfang. Er fuhr zu einer Anhöhe, wo ihm eine Verbindungsaufnahme gelang. Danach kehrte er zur Unfallstelle zurück. Der 47-Jährige war aber nicht mehr dort.

Unfallopfer unter Schock

Zusammen mit einem ebenfalls eingetroffenen Mitarbeiter der Bundesforste suchte der Kollege das Gelände ab. Sie entdeckten das offenbar unter Schock stehende Unfallopfer rund 100 Höhenmeter über dem abgestürzten Lkw. Helfer des Bergrettungsdienstes stiegen zu ihm auf, führten eine erste medizinische Versorgung durch und seilten den in eine Gebirgstrage Gepackten in das Bachbett ab.

In der Zwischenzeit grub ein Bagger eine Rampe zum abgestürzten Lkw. Über diese wurde der Verletzte zu einem Rettungsauto gebracht. Der Bagger stellte später auch den umgestürzten Lkw auf, dieser wurde über die Rampe aus der Schlucht gezogen. Umfangreiche Vorkehrungen, damit auslaufendes Öl nicht in den nahen Traunsee gelangt, erwiesen sich als nicht notwendig. (APA, 9.7.2013)

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