RADA-Strategie trifft Investitionsentscheidungen

9. Juli 2013, 08:38
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UBS RADA-Strategie jetzt auch auf Emerging Markets

Die RADA-Strategie (Risk Adjusted Dynamic Alpha) wird von der UBS bereits seit 2007 erfolgreich auf den EuroStoxx50 (DE000UB0C7T3) und den DAX (DE000UB0C7S5) angewandt. Im Juni 2013 übertrug die Emittentin das Konzept nach einigen Modifikationen auf die globalen Emerging Markets.

Zentrales Element ist der von UBS entwickelte Indikator DERI (Dynamic Equity Risk Indicator), welcher täglich die Marktstimmung und den Risikoappetit in den Schwellenländern misst. In die Ermittlung des DERI gehen neben der Volatilität der Aktienmärkte und Währungen sowie den Credit Spreads von Schwellen- und Industrieländern auch solche Indikatoren ein, welche die Entwicklung zyklischer gegenüber defensiven Aktien betrachten, Titel mit hohem Beta verfolgen oder das Momentum messen.

Long-Position im Emerging Market-ETF oder Geldmarkt-Anlage

Die RADA-Strategie trifft Investitionsentscheidungen auf Basis rein quantitativer Faktoren: Ein positiver DERI zieht eine Anlage im Vanguard FTSE Emerging Market ETF nach sich, der den FTSE Emerging Transition Total Return Net of Taxes-Index (US-Dollar) abbildet. Dessen Assets under Management in Höhe von ca. 54 Mrd. Euro (per 31.05.2013) sind zu gut 20 Prozent in China, zu knapp 15 Prozent in Brasilien, zu 12 Prozent in Taiwan, zu 9 Prozent in Indien und zu 8 Prozent in Südafrika investiert . Diese fünf Länder stellen fast zwei Drittel der Indexgewichtung. In der Sektorengewichtung führen Finanzunternehmen mit knapp 30 Prozent vor dem Energiesektor (13 Prozent) und der Informations-technologie (11 Prozent). Die Total Expense Ratio (TER) des ETFs liegt bei 0,18 Prozent p.a.

Ein negativer DERI dagegen resultiert in einer Geldmarktanlage zum LIBOR Overnight-Zins in US-Dollar. Da die Emerging Market-Strategie im Gegensatz zu den RADA-Zertifikaten auf EuroStoxx50 und DAX nicht auf Futures, sondern ETFs basiert, kann hier keine Short-Positionen eingegangen werden. Aufgrund der Denominierung des zugrundenliegenden Index in US-Dollar übernehmen Anleger ein Wechselkursrisiko. Das UBS Global Emerging Market RADA Open End Zertifikat (DE000UBS0EM8) handelt mit einer Geld-Brief-Spanne von 1,5 Prozent; die jährliche Managementgebühr beträgt ein Prozent.

ZertifikateReport-Fazit: Wer erfolgreich in den Emerging Markets anlegen will, musste in der Vergangenheit immer auch Zeit und Nerven investieren: Volatile Phasen wurden in der Regel ausgesessen. Das Zertifikat richtet sich an zumindest mittelfristig orientierte Anleger, die in Seitwärts- und Schwächephasen auf die Cash-Komponente setzen und nur im positiven Marktumfeld investiert sein möchten.

 

Walter Kozubek ist Mitarbeiter des ZertifikateReports und HebelprodukteReports. Die kostenlosen PDF-Newsletter erscheinen wöchentlich.
Weitere Infos: www.zertifikatereport.de und www.hebelprodukte.de.

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