Kunstpavillon für Mies van der Rohe Award nominiert

7. Juli 2013, 16:53
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"White Noise" nach erheblichen Startschwierigkeiten jetzt doch erfolgreich

Salzburg/Oberndorf - Der 2009 vom damaligen Salzburger Kulturpolitiker David Brenner (SPÖ) initiierte Kunstpavillon "White Noise" scheint seinen Weg jetzt doch noch zu machen. Der 18 mal 10 mal 7 Meter große, im Volksmund "Igel" genannte mobile Bau des Architekturteams SOMA steht derzeit in Europas Kulturhauptstadt Kosice in der Slowakei und ist zudem für den Mies van der Rohe Award 2013 nominiert, einen der renommieiertesten Architekturpreise Europas. Das meldete der neue Salzburger Kulturlandesrat Heinrich Schellhorn (Grüne) am Sonntag in einer Aussendung.

"'White Noise' scheint jetzt ein erfreuliches Beispiel dafür zu sein, wie zeitgenössische Kunst und Architektur zum Imageträger und Botschafter Salzburgs werden kann", betonte Schellhorn und gab bekannt, dass der "Igel" ab Herbst im Stadtpark Oberndorf als zentraler Veranstaltungsort des Festivals "aufstacheln" aufgestellt werden soll. In 60 Veranstaltungen werden sich in Oberndorf sechs Wochen lang Kunstschaffende aus der Region dem Publikum präsentieren.

Teurer Aufbau

Der "White Noise" war erstmals 2011 am Salzburger Mozartplatz im Einsatz. Danach war er im steirischen Murau und im slowenischen Maribor aufgestellt. Zwischenzeitlich aber wurde der 300.000 Euro teure "Igel" immer wieder eingelagert, weil allein der Aufbau des Pavillons exklusive Bewachung, Betriebskosten und künstlerischem Betrieb 20.000 Euro kostet. Dies dürfte für viele regionale Kulturinitiativen in den Salzburger Landgemeinden wohl zu viel sein. (APA, 7.7.2013)

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