Kärntner Landtag lässt Verkauf von Schloss Reifnitz prüfen

5. Juli 2013, 17:46
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Bundes-Rechnungshof soll Kauf durch Frank Stronach unter die Lupe nehmen

Klagenfurt - Der Kärntner Landtag hat am Freitag einstimmig eine Rechnungshofprüfung des Verkaufes des Schlosses Reifnitz im Jahr 2005 an den Milliardär Frank Stronach beschlossen. Der Landtag beauftragte den Bundesrechnungshof und nicht der Landesrechnungshof, weil es sich um eine "Querschnittsmaterie" handle, erklärte der SPÖ-Klubchef Herwig Seiser nach Sitzung.

Stronachs Magna-Konzern hatte das Schloss samt 6,4 Hektar Seegrund 2005 von der Gemeinde Reifnitz um 6,4 Millionen Euro gekauft. Es sollte laut Ankündigung ein Luxushotel werden. Zur Sicherheit wurde im Vertrag ein Rückkaufsrecht verankert. Dieses ließ man sich in der Folge um eine Millionen Euro abgelten. Geworden ist aus dem Schloss am Wörthersee schlussendlich ein privates Feriendomizil das der Milliardär und sein Geschäftspartner Siegfried Wolf nutzen.

Im März 2013 leitete die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) Ermittlungen wegen Untreue gegen Stronach, den Reifnitzer Bürgermeister Adolf Stark (FPÖ) und weitere Mitglieder des Gemeinderats - darunter auch Nationalrat Martin Strutz (FPÖ) - ein. Alle Beschuldigten wiesen bisher die Vorwürfe zurück, es gilt die Unschuldsvermutung. (APA, 5.7.2013)

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    Feriendomizil von Frank Stronach: Schloss Reifnitz.

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