Türkei-Proteste: Facebook dementiert Weitergabe von Userdaten

27. Juni 2013, 13:12
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Im Rahmen der Proteste soll die türkische Regierung nach User-Daten gefragt haben

Am Donnerstag veröffentlichte Facebook ein Statement, um die Gerüchte zu dementieren, die dem Sozialen Netzwerk vorwerfen, Userdaten an die türkische Regierung weitergegeben zu haben. Im Rahmen der Proteste sollen türkische Regierungsmitglieder und Behörden explizit die Herausgabe von Daten bestimmter Personen gefordert haben.

Keine Rechtsgrundlage

Facebook meint, dass das Netzwerk keinerlei Informationen an die türkische Regierung übermittelt habe und dies auch nicht vorhabe, sofern keine rechtlich notwendigen Anordnungen vorhanden seien oder ein Leben sich in akuter Gefahr befinde.

Besuch im Facebook-Hauptquartier

Weiters schreibt Facebook, dass ein türkischer Vertreter der Regierung das Hauptquartier des Unternehmens besuchen werde, wo noch einmal klargestellt werden soll, dass kein Weg an einer rechtlich abgesicherten Anfrage vorbeiführe.

Absage von Twitter

Zuvor hat der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdogan Facebook, Twitter und andere soziale Netzwerke für die Organisation der Proteste verantwortlich gemacht. Laut The Next Web soll der Kommunikationsminister Binali Yildirim gesagt haben, dass eine Anfrage an Facebook positiv verlaufen sei, während Twitter der Regierung eine Absage erteilt habe. (red, derStandard.at, 27.6.2013)

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    Facebook habe keinerlei Daten von Usern an die türkischen Behörden gegeben

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