Fernsehfonds Austria vergab knapp sechs Millionen Euro an 21 Filmprojekte

17. Juni 2013, 12:25
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Fördergeld für heuer fast aufgebraucht - TV-Thriller "Sarajevo" bekam am meisten

Mehr als 5,8 Millionen Euro schießt der Fernsehfonds Austria heimischen Filmprojekten beim zweiten Antragstermin in diesem Jahr zu. Bis zur Jahresmitte wurden damit bereits mehr als zwölf Millionen Euro vergeben und der Fördertopf geht zur Neige, wie die Förderstelle am Montag in einer Aussendung mitteilte. Beim zweiten Antragstermin wurden 21 Projekte gefördert, das meiste Geld bekam mit 800.000 Euro der TV-Thriller "Sarajevo" über das Attentat auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand und dessen Frau im Juni 1914.

In den Hauptrollen des Thrillers, der von Dor Film unter der Regie von Andreas Prochaska gedreht wird, sind unter anderen Florian Teichtmeister, Jürgen Maurer, Melika Fouroutan, Heino Ferch und Cornelius Obonya zu sehen. Ein weiteres großes Kuchenstück geht mit 775.000 Euro an die MR-Film-Produktion "Clara Immerwahr" über das Leben einer Naturwissenschafterin Ende des 19. Jahrhunderts. In Summe bekommen die neun geförderten Fernsehfilme, darunter "Luis Trenker - Der schmale Grat der Wahrheit", "Die Seelen im Feuer", "Der Clan. Die Geschichte der Familie Wagner", "Alles Fleisch ist Gras", "Rosaria", "Der Tote vom Bodensee" sowie "Die verbotene Frau" 4,6 Millionen Euro.

Elf Dokumentationen

Die elf Dokumentationen, die vom Fernsehfonds für förderungswürdig befunden wurden, erhalten gemeinsam 700.000 Euro. "Das inhaltliche Spektrum der geförderten Dokumentationen war auch bei diesem Antragstermin wieder sehr breit und reicht von der Reality-Doku bis zur Hommage an eine österreichische Künstlerin", fasste es der für die Mittelvergabe zuständige Geschäftsführer der RTR-GmbH, Alfred Grinschgl, zusammen. Weitere 500.000 Euro gehen an "The Team", die einzige Serie, die beim zweiten Antragstermin eingereicht wurde.

Dass bereits zur Jahresmitte der Großteil der Fördergelder vergeben wurde liegt laut Grinschgl an höheren Herstellungskosten, aber auch an der "Zurückhaltung der öffentlich-rechtlichen und der privaten Fernsehveranstalter bei der Mitfinanzierung von Fernsehproduktionen". Der Fernsehfonds Austria ist die größte Förderstelle für Fernsehproduktionen im deutschsprachigen Raum. (APA, 17.6.2013)

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