Medizin-Uni Wien: FLÖ und VSStÖ lösen AG ab

14. Juni 2013, 17:00
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Neue Führung an 19 der 21 Unis fixiert, Uni Wien und Boku noch offen - FLÖ bleibt weiter an meisten Unis in der Exekutive

Wien - Die Wahlen zur Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) Mitte Mai haben kaum zu Änderungen in der Führung der Hochschülerschaften an den einzelnen Unis geführt. An 16 der 19 Unis, an denen bereits die neue Exekutive feststeht, werden bis 2015 dieselben Fraktionen am Ruder sein wie bisher. An der Uni Wien und der Uni für Bodenkultur steht die Entscheidung noch aus.

Die meisten Universitätsvertretungen, die Studentenparlamente der einzelnen Unis, stehen erneut unter Führung der Fachschaftslisten (FLÖ; derzeit acht), gefolgt von der VP-nahen AktionsGemeinschaft (AG) mit derzeit fünf, der Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) "regiert" an drei Unis mit, die Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS) vorerst an zwei.

Neue Konstellationen

Eine neue Exekutive gibt es an der Medizin Uni Wien, wo die VP-nahe AktionsGemeinschaft (AG) durch eine Koalition aus der dort erstmals angetretenen FLÖ und dem VSStÖ abgelöst wird. An der Uni Linz werden VSStÖ, FLÖ und GRAS durch eine Koalition aus AG und der Spaßfraktion No Ma'am abgelöst und an der Uni Graz holt die FLÖ sich diesmal die GRAS anstelle der AG als Partner.

Unverändert unter FLÖ-Führung bleiben 2013 bis 2015 die Technischen Unis Wien und Graz, die Kunstuni Graz, die Uni Klagenfurt, das Mozarteum und die Kunstuni Linz, dazugekommen ist die Medizin-Uni Wien. Die AG stellt weiterhin an der Wirtschaftsuni (WU), der Uni Innsbruck, der Montanuni Leoben und der Veterinärmedizinischen Uni sowie neu an der Uni Linz den Vorsitz. Der VSStÖ steht weiter der Medizin-Uni Graz vor und regiert an der Uni Salzburg und nunmehr auch an der Medizin-Uni Wien mit, die GRAS sitzt in Salzburg und an der Uni Graz im Uni-Vorsitzteam.

Uni Wien und Boku: Noch nichts fixiert

Wer künftig an der Spitze der Uni Wien bzw. der Uni für Bodenkultur stehen wird, entscheidet sich erst bei den konstituierenden Sitzungen am 21. bzw. 18. Juni. An der Uni Wien gilt eine Wiederauflage der Koalition aus GRAS, VSStÖ und dem Kommunistischen StudentInnenverband - Linke Liste (KSV-LiLi) als wahrscheinlich. Die Verhandlungen dürften sich allerdings wesentlich schwieriger gestalten als beim letzten Mal, liegt dazwischen doch das Finanzdebakel um das Studibeisl "Cafe Rosa", in das seit Mai 2011 rund 500.000 Euro ÖH-Gelder investiert wurden und das seit mittlerweile über einem Jahr leer steht. An der Boku muss die FLÖ sich nach ihrem Solo-Vorsitz der vergangenen zwei Jahre diesmal mangels Mehrheit nach einem Koalitionspartner umsehen, die GRAS gilt dabei als wahrscheinlichere Option als die AG. (APA, 14.6.2013)

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