Arbeitslose leisten bezahlte Aufräumarbeit

12. Juni 2013, 12:53
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Auch Katastrophen-Kurzarbeit-Beihilfe angelaufen

St. Pölten - Die Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser in Niederösterreich gehen zügig voran - auch mit Unterstützung von Menschen ohne Job: Schon 102 Arbeitslose seien dem Angebot des Arbeitsmarktservice (AMS) NÖ gefolgt, für bis zu zwei Monate entgeltlich mitzuhelfen, teilte das AMS in einer Aussendung am Mittwoch mit.

Eine weitere Unterstützung, die sogenannte Katastrophen-Kurzarbeit, ist zudem angelaufen, hieß es. Dabei handelt es sich um eine Beihilfe an Unternehmen, die wegen der Hochwasserfolge für bestimmte Zeit ihren Betrieb einschränken oder sogar schließen müssen: Mitarbeiter könnten im Rahmen dieser Aktion dennoch weiterbeschäftigt werden, sagte Karl Fakler, Geschäftsführer des AMS-NÖ. "Wir gehen davon aus, dass in den nächsten Tagen die Anfragen zur Kurzarbeit zunehmen werden", so Fakler. Eine Beihilfe an ein Unternehmen wurde bereits genehmigt, weitere neun Fälle würden zurzeit geprüft.

Die Aktion, dass Arbeitslose interimistisch bei den Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser mithelfen, war erst vor einer Woche gestartet worden. Gemeinden können demnach Hilfskräfte für maximal zwei Monate gratis zur Verfügung gestellt bekommen. Finanziert wird dies je zur Hälfte von Land und AMS NÖ. Die vorgemerkten Arbeitslosen werden beim Landesverein "Jugend und Arbeit" angemeldet und aliquot nach Arbeitstagen bezahlt. Eine ähnliche Aktion hatte es bereits nach dem Hochwasser 2002 gegeben. (APA, 12.6.2013)

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