FP Niederösterreich: Herr Rosenkranz überzeugte nur zwei Drittel

9. Juni 2013, 17:55
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Rechtsextremismus-Vorwürfe auch gegen neuen Chef der niederösterreichischen Freiheitlichen

Biedermannsdorf - Die scheidende Chefin der niederösterreichischen Freiheitlichen, Barbara Rosenkranz, bekam am Sonntag beim Landesparteitag kräftigen Abschiedsapplaus - ihr Nachfolger Walter Rosenkranz (nicht verwandt) dagegen wurde von den Delegierten nur widerwillig gewählt: 65 Prozent stimmten für den Wunschkandidaten von Parteichef Heinz-Christian Strache, der nach dem enttäuschenden Ergebnis der Landtagswahl im März die langgediente Landesparteichefin loswerden wollte.

Nicht einmal die Angriffe, denen der neue Obmann unmittelbar vor seinem Antreten ausgesetzt war, sorgten für Geschlossenheit hinter dem Landesparteichef von Straches Gnaden: Am Wochenende hatte die Sozialistische Jugend auf die Wiener Burschenschaft Libertas aufmerksam gemacht, der Walter Rosenkranz angehört.

Die Libertas hat vor fünf Jahren dem "Bund freier Jugend" (BFJ) den " Carl-von-Hochenegg-Preis" für "volkstreue Aktivitäten" und " herausragende Taten im Sinne des national-freiheitlichen Gedankens" verliehen. "Eine Organisation, die nationalsozialistische Ideen verherrlicht und gegen das Verbotsgesetz verstößt, ist für die Rosenkranz-Burschenschaft ,herausragend' - das zeigt, woher der Wind weht", sagte der niederösterreichische Juso-Chef Boris Ginner. (red, DER STANDARD, 10.6.2013)

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