Europas Leitbörsen schließen einheitlich schwächer

3. Juni 2013, 18:29
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Schwache US-Konjunkturdaten belasten

Frankfurt am Main - Die europäischen Leitbörsen haben die Sitzung am Montag einheitlich mit Kursverlusten beendet. Der Euro-Stoxx-50 gab 21,90 Einheiten oder 0,79 Prozent auf 2.747,74 Zähler ab. Die Hoffnung auf eine Erholung an der Wall Street nach den Kursverlusten vom Freitag konnte die Notierungen am frühen Nachmittag nur kurzfristig in die Gewinnzone hieven. Zudem hatten positive Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone die Stimmung etwas aufgehellt.

Ein schwächer als erwartet ausgefallener ISM-Einkaufsmanagerindex aus den USA trübte das Sentiment bis zum Handelsschluss jedoch wieder ein, hieß es aus dem Handel. Die US-Industrie ist im Mai erstmals seit rund einem halben Jahr wieder geschrumpft. Der Index sank auf 49,0 Punkte nach 50,7 Zählern im Vormonat. Dies ist der niedrigste Wert seit Juni 2009. Ökonomen hatten einen Verbleib bei 50,7 Punkten erwartet. Das Barometer liegt damit wieder unter der Wachstumsschwelle von 50 Zählern.

Unter Druck gerieten zum Wochenauftakt unter anderem Rückversicherer. Marktteilnehmer verwiesen auf Flutschäden als wichtigsten Belastungsfaktor. Ans Ende des Euro-Stoxx-50 sackten dementsprechend Münchener Rück mit minus 2,66 Prozent auf 140,80 Euro ab. Auch Allianz büßten klare 1,42 Prozent auf 118,05 Euro ein. Außerhalb des Euro-Stoxx-50 fielen Hannover Rück um klare 3,31 Prozent auf 56,39 Euro.

Rückversicherer leiden unter Flutschäden

Ein europäischer Branchenvergleich wies neben Versicherern auch Telekom-Werte als sehr schwach aus. So gaben Telefonica 1,08 Prozent auf 10,485 Euro ab. Einem Bericht der "Financial Times" zufolge prüft der spanische Telekommunikationskonzern den Verkauf seiner irischen Mobilfunktochter O2 Ireland. Auch France Telecom schlossen um 1,53 Prozent tiefer bei 7,723 Euro.

Dagegen zogen Inditex mit plus 1,46 Prozent auf 97,22 Euro an die Spitze des europäischen Leitindex. Gleich dahinter rangierten BASF, welche 0,74 Prozent auf 75,79 Euro zulegen konnten.

Unternehmensnachrichten kamen unter anderem aus der Pharmabranche. Der französische Pharmakonzern Sanofi muss nach erfolglosen Studien mit Wirkstoffkandidaten hohe Abschreibungen vornehmen und die Entwicklung von Iniparib, einem potentiellen Mittel gegen eine bestimmte Art von Lungenkrebs, stoppen. Die Titel notierten um 1,53 Prozent leichter bei 81,25 Euro.

Auch die Aktien des Schweizer Konkurrenten Roche fielen um 3,44 Prozent auf 230,10 Schweizer Franken. Das Unternehmen konnte nur einen Teilerfolg mit seinem Medikament Avastin bei der Behandlung von Hirntumoren erzielen. Hinzu kommt die schlechte Nachricht, dass in einem Vergleichstest das Mittel Erbitux der Merck KGaA bei fortgeschrittenem Darmkrebs besser als Avastin abgeschnitten hat. Merck KGaA erhöhten sich um 1,25 Prozent auf 123,31 Euro. (APA, 31.5.2013)

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