ATX landet am Donnerstag im Minus

23. Mai 2013, 18:09
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Im Sog der starken Kursverluste an den europäischen Aktienmärkten hat auch die Wiener Börse den Handel am Donnerstag bei gutem Volumen mit deutlichen Abschlägen beendet. Der ATX fiel um klare 46,7 Punkte oder 1,87 Prozent auf 2.448,17 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 32 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.480 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,52 Prozent, DAX/Frankfurt -2,03 Prozent, FTSE/London -1,86 Prozent und CAC-40/Paris -1,93 Prozent.

Belastet wurden die Märkte von überraschend schwachen Daten zum chinesischen Einkaufsmanagerindex. Der von der Großbank HSBC ermittelte Index sank von April auf Mai um 0,8 Punkte auf 49,6 Zähler. Damit fällt der Index zum ersten Mal seit sieben Monaten unter die Schwelle von 50 Punkten. Vor allem die asiatischen Märkte litten unter den Daten. Der Nikkei-225 in Tokio sackte um mehr als sieben Prozent ab.

Daneben wirkten die jüngsten Aussagen des US-Notenbankchefs Ben Bernanke negativ auf das Börsensentiment. Bernanke hatte am Mittwoch vor dem US-Kongress im Bezug auf die ultra-lockere US-Geldpolitik gesagt, dass das Tempo der monatlichen Anleihekäufe bei den nächsten Fed-Sitzungen gedrosselt werden könnte.

Ans Ende der Kurstafel sackten Rosenbauer mit minus 5,28 Prozent auf 51,50 Euro ab. Klare Kursverluste gab es zudem in Palfinger (minus 4,69 Prozent) und Semperit (minus 4,45 Prozent) zu verzeichnen.

Auch Bankwerte standen heute auf den Verkaufszetteln der Anleger. Erste Group büßten 3,38 Prozent auf 24,98 Euro ein und Vienna Insurance Group gaben 3,34 Prozent auf 39,45 Euro ab. Raiffeisen-Aktien bauten 0,99 Prozent auf 27,00 Euro ab.

Unter den größten Kursverlierern rangierten zudem Schoeller-Bleckmann (SBO) mit minus 5,17 Prozent auf 73,50 Euro. Die Papiere rückten nach Veröffentlichung der Erstquartalszahlen in den Fokus. Zum Jahresauftakt hat der Ölfeldausrüster um ein Fünftel weniger verdient und ist damit unter den Analystenprognosen geblieben. Der Nettogewinn schrumpfte im ersten Quartal um 20 Prozent auf 14,2 Mio. Euro.

Ergebnisse kamen zudem von S Immo. Das Unternehmen konnte seinen Periodengewinn im ersten Quartal leicht erhöhen, und zwar von 6,4 auf 6,5 Mio. Euro. Die Gesamterlöse gingen indessen auf 46,7 Mio. Euro von 46,9 Mio. Euro in der Vorjahresperiode zurück. Die Titel ermäßigten sich um 0,39 Prozent auf 4,86 Euro.

voestalpine schlossen um 0,89 Prozent leichter bei 25,50 Euro. Trotz eines Umsatzrückgangs im Geschäftsjahr 2012/13 hält der Stahl- und Technologiekonzern an seinen Wachstumszielen fest. Das Management bleibe aber bei dem Ziel, die Umsätze bis 2020 auf 20 Mrd. Euro zu erhöhen. Zudem will das Unternehmen sein Geschäft in Deutschland deutlich ausbauen. Etwa ein Drittel des geplanten Umsatzwachstums soll davon auf Deutschland entfallen.

Der Baukonzern Strabag hat indessen ein unverbindliches Angebot für das Servicegeschäft des deutschen Konkurrenten Hochtief abgegeben, wie heute bekannt wurde. Die Papiere fielen bis Handelsschluss um klare 2,50 Prozent auf 16,77 Euro. (APA, 23.5.2013)

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