Mangelnde Sanierung: 110.000 Schlaglöcher auf Wiens Straßen

    22. Mai 2013, 12:50
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    ÖVP vermutet Sparmaßnahmen, Grüne entgegnen

    Wien - Jedes Jahr aufs Neue setzt der Winter Wiens Straßen zu: Die Witterung lässt den Asphalt platzen und verursacht Schlaglöcher. Laut ÖVP sind die Straßen aber heuer so desolat wie nie. Sie vermutet, dass die Stadt bei den Instandhaltungsmaßnahmen spart. Stimmt nicht, entgegnete Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou am Mittwoch in der Fragestunde der Gemeinderatssitzung. Das dafür vorgesehene Budget sei bis auf kleinere Schwankungen konstant. Zwischen November 2012 und März 2013 wurden von der zuständige MA 28 110.000 Schlaglöcher ausgebessert.

    Vor allem im Februar und März seien viele der Schäden entstanden, erinnerte Vassilakou an die hohen Temperaturschwankungen in dieser Zeit. Allein im April seien daher 16.300 Schlaglöcher ausbessert worden.

    Stadt spart laut Vassilakou nicht

    Die Instandhaltung der Straßen ist zum Teil von der Stadt und zum Teil von den Bezirken zu tragen. Das Budget in den vergangenen Jahren - konkret führte Vassilakou den Zeitraum 2010 bis 2013 an - sei bis auf kleinere Schwankungen konstant geblieben. Im Durchschnitt seien in den vergangenen drei Jahren für Neu- und Umbauten sowie neue Fahrbahnbelege rund 58,7 Millionen Euro ausgegeben worden. Für die laufende Erhaltung seien es rund 19,8 Millionen Euro gewesen.

    Das Budget für das heurige Jahr sieht rund 59,5 Millionen Euro bzw. rund 19 Millionen Euro für die beiden Bereiche vor. "Die Zahlen belegen, dass die Stadt nicht spart und nicht gespart hat", unterstrich Vassilakou.

    ÖVP-Mandatar Wolfgang Ulm war mit den Antworten der Stadträtin nicht zufrieden. "Jeder Autofahrer und jeder Radfahrer merkt, dass er über Rumpelpisten fährt, wie es das noch nicht gegeben hat in der Vergangenheit", war er überzeugt. (APA, 22.5.2013)

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      Vor allem im Februar und März sind viele der Schäden auf Wiens Straßen entstanden.

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