Niemetz scheitert mit Rettung, wird verkauft

22. Mai 2013, 12:04
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Da der Millionenbetrag für die Eigensanierung nicht eingelangt ist, sind Interfood und Heidi mit ihren Kaufanboten an der Reihe

Wien - Die Rettung des Wiener Schwedenbombenherstellers Niemetz ist gescheitert. Der zu Erfüllung des Sanierungsplan erforderliche Betrag von 4,2 Millionen Euro sei bis zum Ablauf der Frist um Mitternacht nicht eingelangt, teilte Roman Tahbaz vom Kreditschutzverband von 1870 (KSV) mit. Daher startet am Mittwoch der Verkauf der insolventen Schwedenbombenfabrik.

Zwei Favoriten

Im Rennen sind der Tiroler Lebensmittelgroßhändler Interfood und die dem Meinl-Firmenimperium zugehörige Heidi Chocolate S.A. mit Sitz in Rumänien. Beide Interessenten haben ihre ursprünglichen Angebote zuletzt noch einmal nachgebessert und würden sich Niemetz je rund 4,3 Millionen Euro kosten lassen, wie Tahbaz erklärte.

Interfood beliefert mit seinen 42 Mitarbeitern so gut wie alle großen heimischen Supermarktketten mit Wurst und Käse, Fisch, Teigwaren oder Süßem. Der Tiroler Großhändler setzt laut eigenen Angaben rund 70 Millionen Euro jährlich um. Heidi Chocolate S.A. gehört seit April zum Firmenimperium von Julius Meinl und beschäftigt in Bukarest rund 300 Mitarbeiter.

Sanierungsplan gescheitert

Die Gläubiger hatten am Donnerstag einen Sanierungsplan des insolventen Unternehmens abgesegnet, wonach bis Dienstag 24.00 Uhr knapp 4,2 Millionen Euro aufgetrieben werden sollten. Gelingen hätte dies mit Hilfe der südamerikanischen Bagrup Investments Kolumbien SA mit dem deutschen Geschäftsführer Peter Barthel sollen. (APA, 22.5.2013)

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    Das Wiener Traditionsunternehmen steht ab sofort zum Verkauf.

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