Bericht: Deutsche Telekom prüft Ende für Festnetz-Anschlüsse am Land

18. Mai 2013, 12:30
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Konzern setzt in unrentablen Gegenden offenbar auf Mobilfunktechnik

Die Deutsche Telekom erwägt einem Bericht zufolge den Verzicht auf unrentable Festnetz-Anschlüsse in Neubaugebieten. Wie die "Saarbrücker Zeitung" am Samstag berichtete, will der Konzern künftig prüfen, ob er etwa an Stadträndern oder im ländlichen Raum noch Kupferkabel für Festnetz-Anschlüsse verlegt, wenn sich dies aus Sicht der Telekom nicht rechne. Als Alternative sollen drahtlose Telefonanschlüsse, also Mobilfunktechnik, dienen.

Bundesnetzagentur skeptisch

"Das ist die wirtschaftlich günstigere Lösung", zitierte die Zeitung einen Sprecher der Telekom. Dem Bericht zufolge stößt das Vorhaben der Telekom bei der Bundesnetzagentur, die den Wettbewerb im Telefonmarkt überwacht, auf Kritik.

Die Telekom ist laut Telekommunikationsgesetz bundesweit zur Mindestversorgung der Bevölkerung verpflichtet. Dazu gehört neben öffentlichen Telefonzellen ein Festnetz-Anschluss für jeden Haushalt zu einem erschwinglichen Preis.

Heftige Kritik für Drosselung

In den vergangenen Wochen hatten bereits Pläne der Telekom für Protest gesorgt, fürs schnelle Internet-Surfen über den Festnetzanschluss zu Hause eine Datenvolumengrenze einzuführen. Die Begrenzung soll für neue Verträge gelten, die seit dem 2. Mai abgeschlossen werden. Altverträge sollen davon unberührt bleiben. Technisch wird das Vorhaben voraussichtlich nicht vor 2016 umgesetzt. (APA, 18.05.2013)

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