Doppel verpasst Medaille, Gardos weiter

17. Mai 2013, 18:07
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Doppel scheitert im Viertelfinale an chinesischer Paarung. Robert Gardos letzter Österreicher im Turnier. Liu Jia im Achtelfinale ausgeschieden

Paris - Durchwachsener Tag für Österreich bei der Tischtennis-WM. Nachdem über Tags Liu Jia und auch das Doppel Gardos/Habesohn ausgeschieden waren, konnte zumindest Robert Gardos im Einzel einen Sieg verbuchen. Der 34-Jährige besiegte den Ägypter Ägypter Assar und steht im Achtelfinale.

Liu Jia verzweifelt

Für Liu Jia wurde einmal mehr eine Abwehrspielerin zum Sargnagel. Die Nordkoreanerin Ri Myong Sun erwies sich im Achtelfinale der Tischtennis-WM in Paris als unüberwindbares Bollwerk, wie schon bei der Team-WM 2012 war für Österreichs Nummer eins nichts zu holen. Die Niederlage fiel mit 0:4 (-4,-5,-8,-7) überaus empfindlich aus. In den Sätzen drei und vier konnte Liu Jia zwar zu Beginn in Führung gehen, trotz 5:0- bzw. 4:1-Führung reichte es zu keinem Satzgewinn.

"Es ist zum Verzweifeln. Egal was ich probiere, es führt nicht zum Erfolg. Spiele ich sicher, kommen ihre gefährlichen Gegenangriff, riskiere ich, ist meine Fehlerquote zu hoch. Ich sehe einfach nicht ihre vielen Schnittvariationen.", suchte sie nach dem Match eine Erklärung.

Durch die Finger

Nichts wurde es aus der erträumten WM-Medaille für Robert Gardos und Daniel Habesohn im Herren-Doppel. Die Österreicher boten den topgesetzten Chinesen Ma Lin/Hao Shuai am Centercourt des Palais Omnisport zwar einen großen Kampf, mussten am Ende aber doch mit 1:4 (-6,-10,8,-5,-8) die Segel streichen. Vorentscheidende bereits Satz zwei, als Gardos/Habesohn einen Satzball zum Ausgleich nicht nutzen konnten.

Bei 10:10 hatten sie dann nicht nur die Chinesen, sondern auch noch das Netzband gegen sich. Statt 1:1 also 0:2, in Durchgang drei konnte unsere Paarung mit 11:8 aber den Rückstand verkürzen. Dann waren aber wieder die Chinesen am Zug, mit 11:5 und 11:8 fixierten sie den Halbfinaleinzug. Trotzdem dürfen die Österreicher mit ihrem Abschneiden zufrieden sein, waren sie doch das letzte europäische Doppel unter den besten acht.

"Wir wussten, wir haben nur eine Chance, wenn alles passt. Schade um Satz zwei, durch den Ausgleich hätten wir sie unter Druck setzen können. Als wir auf 1:2 herankamen, haben wir schon bemerkt, dass Hao Shuai nicht mehr so locker spielte. Am Ende haben sie das Match aber routiniert nach Hause gespielt", erklärte Daniel Habesohn nach der Viertelfinalniederlage gegen die Topfavoriten.

Auf Gardos wartet der Champ

Robert Gardos, der einzige Österreicher unter den letzten 32, schloss im Einzel an das gute Spiel im Doppel an. Der 34-jährige Legionär beim französischen Club Chartres bezwang in der Runde der letzten 32 den 13 Jahre jüngeren Ägypter Omar Assar mit 4:3 (-7,6,6,-14,4,-8,7). Nun wartet im Achtelfinale am Samstagabend (19.45 Uhr) bei seinem bisher weitaus besten WM-Abschneiden ein großer Brocken auf den EM-Dritten von 2008: Der Olympiasieger und Titelverteidiger Zhang Jike aus China.

Gardos, die Nummer 34 der Weltrangliste, kam nach verlorenem ersten Satz gut ins Match zurück und ging 2:1 in Führung. Danach ließ er allerdings drei Satzbälle zur 3:1-Führung aus und musste den Ausgleich hinnehmen. Auch den erneuten Vorsprung glich sein in der Weltranliste an 103. Stelle platzierter Gegner aus, ehe dem Europameister im Doppel das 4:3 gelang. Zhang ließ seinem Landsmann Fan Zhendong mit 4:0 keine Chance. (red/APA; 17.5.2013)

Damen-Einzel - Achtelfinale:

Ri Myong Sun (PRK-28) - Liu Jia (AUT-19) 4:0 (4,5,8,7)

Herren-Einzel - 3. Runde:

Robert Gardos (AUT) - Omar Assar (EGY) 4:3 (-7,6,6,-14,4,-8,7)

Herren-Doppel - Viertelfinale:

Hao Shuai/Ma Lin (CHN-1) - Robert Gardos/Daniel Habesohn (AUT) 4:1 (6,10,-8,5,8)

Achtelfinale:

Robert Gardos/Daniel Habesohn (AUT-11) - Jiang Tianyi/Leung Chu-yan (HKG-8) 4:2 (-8,6,9,8,-4,10)

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