Soziologin erhält Prinz-von-Asturien-Preis

15. Mai 2013, 13:00
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Saskia Sassen von der Columbia University für ihre Beschäftigung mit der "Global City" geehrt

Oviedo - Die niederländisch-amerikanische Soziologin Saskia Sassen erhält den angesehenen spanischen Prinz-von-Asturien-Preis in der Sparte Sozialwissenschaften. Wie die Jury am Mittwoch in Oviedo in Nordspanien mitteilte, setzte die 64-jährige Professorin der Columbia University in New York sich in der Schlussabstimmung gegen den amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler Paul Romer durch.

Die in Den Haag geborene Soziologin sei weltweit eine der anerkanntesten Wissenschaftlerinnen auf den Gebieten der Stadtsoziologie und der Globalisierung, betonte die Jury. Mit der Prägung des Begriffes der "globalen Stadt" ("Global City") habe sie einen wichtigen Beitrag zur Sozialwissenschaft geleistet. Der Begriff sei mittlerweile weltweit anerkannt.

"Für Sassen bilden die globalen Städte Netzwerke, in denen sich die Entscheidungsgewalt konzentriert und die die Funktion der Grenzen aufheben", erläuterte die Jury. Der Prinz-von-Asturien-Preis gilt als die "spanische Version des Nobelpreises". Er wird alljährlich in acht Sparten vergeben und ist mit je 50.000 Euro dotiert. Die Auszeichnungen werden im Oktober den Preisträgern vom spanischen Kronprinzen Felipe überreicht, der den Titel des Prinzen von Asturien trägt. In der Sparte Kunst wird heuer der österreichische Regisseur Michael Haneke ausgezeichnet. (APA/red, derStandard.at, 15. 5. 2013)

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