RHI mit schwachem Stahl-Geschäft

15. Mai 2013, 08:39
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Der Nettogewinn ist im ersten Quartal um 29 Prozent auf 22,8 Millionen Euro gesunken

Wien - Der börsenotierte Feuerfestprodukte-Hersteller RHI hat im ersten Quartal 2013 einen Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Unter dem Strich blieben 22,8 Millionen Euro - das waren um 28,8 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Auf die Division Stahl schlug das konjunkturell weiterhin schwierige Marktumfeld durch - die Verkaufserlöse sanken hier um 8,1 Prozent. 

Weniger Personal

Operativ war das Unternehmen deutlich stärker: Das EBIT erhöhte sich um 47 Prozent auf 49,4 Millionen Euro, wie aus der Ad-hoc-Mitteilung des Unternehmens von Mittwoch hervorgeht. Die EBIT-Marge verbesserte sich kräftig von 7,7 auf 11,6 Prozent. Der Personalstand verkleinerte sich per Ende März gegenüber dem Vorjahresstichtag um 2,5 Prozent auf 7.976 Mitarbeiter.

Der Umsatz ging heuer in den ersten drei Monaten um 2,6 Prozent auf 425 Millionen Euro zurück. Dafür legten die Umsätze in der Division Industrial dank eines starken Zementgeschäfts und der Auslieferung von Großprojekten im Geschäftsbereich Nichteisenmetalle um 11,7 Prozent zu.

In der Division Rohstoffe seien die erhöhten Anlaufkosten für die Schmelzlinie in Norwegen durch einen Grundstücksverkauf in der Türkei "teilweise kompensiert" worden.

Für das Gesamtjahr rechnet die RHI mit Umsätzen "in ähnlicher Größenordnung" wie im Jahr 2012. Die EBIT-Marge soll sich "weiter verbessern".

Prozessgewinn poliert Bilanz auf

Infolge der kürzlich erfolgten Beendigung des amerikanischen Gläubigerschutzverfahrens ("Chapter 11") der US-Gesellschaften flossen 40 Millionen Dollar ( (30,8 Millionen Euro) in die Kasse der RHI - die Zahlung fiel ins noch laufende zweite Quartal und wird den Unternehmensangaben zufolge als Ertrag aus Restrukturierung in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt und einen entsprechend positiven Effekt auf das EBIT haben. Die von dem Verfahren betroffenen Gesellschaften hatte die RHI bereits 2001 entkonsolidiert - es ging um milliardenschwere Schadenersatzansprüche infolge von Asbestbelastungen.

Die Bildung von Rückstellungen im Zusammenhang mit der aktuellen Schließung des Werkes Duisburg führe zu Restrukturierungskosten in der Gewinn- und Verlustrechnung, die jedoch durch die Auflösung von Rückstellungen im Zusammenhang mit der Beendigung des Chapter-11-Verfahrens der entkonsolidierten US-Gesellschaften ausgeglichen werden könnten. (APA, 15.5.2013)

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