Microsoft-Manager kritisiert Windows-8-Berichterstattung

11. Mai 2013, 11:23
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Artikel zum neuen Betriebssystem würden auf reiner Effekthascherei und Übertreibung aufbauen

Vor drei Tagen gab Microsoft-Managerin Tami Reller der Nachrichten-Agentur Reuters ein Interview, in dem sie zugab, dass Windows 8 überarbeitet werden muss. Das Unternehmen aus Redmond würde ebenso bereits an einer Nachfolgversion des Betriebssystems arbeiten, das den Codenamen „Windows Blue" trägt. Nachdem sich Microsoft in Selbstkritik übte, wird nun anderweitig kritisiert. Frank X. Shaw, Vizepräsident der Öffentlichkeitsarbeit vom Redmonder IT-Unternehmen, veröffentlichte gestern einen Blog-Post, in dem er auf die Windows 8-Kritik eingeht.

Medienberichterstattung in der Kritik

So richtet sich Shaw hauptsächlich an Medien, die Windows 8 als Misserfolg bezeichnen. Der Microsoft-Zuständige nennt zwei Artikel, die auf reine Effekthascherei und Übertreibung ausgelegt sein sollen. Die Journalisten der Financial Times und des Economists hätten Schwarzmalerei betrieben um möglichst viel Traffic auf den News-Portalen zu generieren.

Windows 8 100 Millionen Mal verkauft

Shaw schreibt in dem Blog-Post weiter, dass sich Windows 8 100 Millionen Mal verkauft habe und dass Microsoft auf Kritik reagiert und bemüht ist, ihre Produkte zu verbessern. Er führt außerdem an, dass es sogar Zeiten gab, in denen Unternehmen positiv angesehen wurden, wenn sie auf Feedback hörten und dementsprechend handelten.

Nette Worte von Acer-Präsident

Das Vertrauen der Hardware-Hersteller hat Microsoft. Acer-Präsident Jim Wong gab in einem Interview mit dem Wall Street Journal an, dass er den Windows-Plänen positiv gegenübersteht. Wong hat in der Vergangenheit nicht mit Kritik an Microsoft gespart. Im August 2012 warnte er die IT-Firma aus Redmond, dass sie den Markteintritt in das Tablet-Hardware-Geschäft mit dem Surface, noch einmal überdenken solle. In dem Wall Street Journal-Interview ist der Acer-Präsident nun freundlicher gestimmt. So soll Microsoft lange Zeit im Himmel gelebt haben ohne auf Feedback zu reagieren. Laut Wong habe sich dies nun geändert, da das Unternehmen nun endlich auf der Erde angekommen sei, wo man sich nun um Kritik kümmert. (red, derStandard.at, 11.05.2013)

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