BER-Verzögerung kostet 40 Millionen im Monat

6. Mai 2013, 09:18
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Berlin - Am geplanten deutschen Hauptstadt-Flughafen in Schönefeld (BER) verdichten sich die Hinweise auf eine stufenweise Eröffnung. Airport-Chef Hartmut Mehdorn sagte dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) am Sonntag, es gebe überhaupt keinen Grund dafür, dass alle auf einmal umziehen. "Wir werden das also scheibchenweise machen." Die Verzögerungen bei der Eröffnung kosten einem Bericht zufolge jeden Monat 35 bis 40 Millionen Euro.

Diese Zahl habe Mehdorn bei einem Gespräch im Verkehrsministerium genannt, berichtete das Handelsblatt am Montag unter Berufung auf ein Sitzungsprotokoll. Die Kosten fallen demnach für die Instandhaltung des BER an, für das von Mehdorn initiierte Bauprogramm "Sprint" und für notwendige Modernisierungen am Flughafen Tegel, der länger als geplant offen bleiben muss.

Zuschlag

Entsprechend könnten die Gesamtkosten deutlich ansteigen. Bisher soll der Airport Berlin-Brandenburg 4,3 Milliarden Euro kosten. Verzögert sich die Eröffnung noch bis Ende kommenden Jahres, würde der BER den neuen Zahlen zufolge über fünf Milliarden Euro kosten. Eine Inbetriebnahme des BER könnte aber auch scheibchenweise erfolgen, wie Mehdorn in einer Sendung des RBB sagt, die am Dienstag ausgestrahlt werden soll.

Die Eröffnung des BER wurde bisher viermal verschoben. Grund sind unter anderem massive Mängel an der Brandschutz-Anlage. Berlins Oberbürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hatte die Kosten für die Instandhaltung des Flughafens in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Piratenfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus kürzlich mit 270.000 Euro angegeben. Der größte Posten ist demnach die Reinigung des Gebäudes und der Anlagen.

Klarheit über den Eröffnungstermin für den neuen Hauptstadtflughafen wird es laut Verkehrsministerium bis Juli oder August geben. Das habe Flughafenchef Hartmut Mehdorn der Ministeriumsarbeitsgruppe "Soko BER" mitgeteilt. Dann sei auch eine belastbare Kostenprognose möglich. Die Eröffnung des Pannen-Flughafens wurde schon mehrfach verschoben. Mehdorn habe außerdem angekündigt, die nördliche Start- und Landebahn nicht vorzeitig sanieren zu wollen, so das Ministerium. Die Arbeiten seien nun wie ursprünglich geplant für 2016/2017 vorgesehen, heißt es im Protokoll der Sitzung vom 18. April. Die Piste dient derzeit noch dem alten Schönfelder Flughafen und ist deshalb sanierungsbedürftig. (APA, 5.5.2013)

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    "Wir werden das also scheibchenweise machen", sagt der neue Airport-Chef Mehdorn.

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