Philippinen: Zwölf Tote bei Anschlag auf Bürgermeister

26. April 2013, 07:43
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Wahlkampf bereits wiederholt von Gewalt überschattet

Manila - Mitten im Wahlkampf auf den Philippinen sind bei einem Angriff auf einen Bürgermeister zwölf Menschen getötet worden. Der Bürgermeister Abdulmalik Manamparan und sieben seiner Anhänger seien bei dem Überfall verletzt worden auf der südlichen Insel Mindanao, sagte Oberst Ricardo Jalad am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.

Demnach ereignete sich der Hinterhalt am späten Donnerstagabend auf einer abgelegenen Bergstraße, als Manamparan mit seinen Anhängern in einem Lastwagen von einer Wahlkampfveranstaltung zurückkehrte. Laut Jalad waren mehrere der Opfern Verwandte des Bürgermeisters.

Rebellengruppen aktiv

Manamparan gehört der Nationalistischen Volkskoalition an und ist der Bürgermeister der überwiegend muslimischen Stadt Nunungan. Er sagte AFP, er könne sich vorstellen, wer hinter dem Angriff steckte, wollte sich dazu aber öffentlich nicht äußern. Auf Mindanao sind mehrere muslimische und kommunistische Rebellengruppen aktiv.

Zudem ist die Insel bekannt für Kämpfe zwischen rivalisierenden Clans, die oft mehrere Generationen dauern. Der Wahlkampf zu der Abstimmung am 13. Mai war bereits wiederholt von Gewalt überschattet. Laut der Polizei gab es seit Beginn des Wahlkampfs im Februar 45 gewaltsame Vorfälle, bei denen 30 Menschen getötet wurden. (APA, 26.4.2013)

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