15 Tote bei Anschlägen im Irak

16. April 2013, 19:31
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Wächter vor Wahllokal erschossen - Blutige Attacken vor der Regionalwahl am Samstag

Bagdad - Die blutigen Anschläge vor der Regionalwahl im Irak reißen nicht ab. Extremisten haben in Bagdad Wächter vor einem Wahllokal erschossen. Insgesamt wurden im Irak 15 Menschen getötet. In 12 der 18 irakischen Provinzen werden am kommenden Samstag neue Provinzräte gewählt.

Der Gouverneur der Provinz Ninive, in der wegen der schlechten Sicherheitslage vorerst nicht gewählt werden soll, überlebte am Dienstag einen Attentatsversuch unverletzt. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen explodierte im Süden der Provinzhauptstadt Mossul ein Sprengsatz, als der Konvoi von Athiel al-Nujaifi vorbeifuhr.

Wachleute vor Wahllokal getötet

Der irakische Fernsehsender Sumeria TV berichtete, in der Nacht zum Dienstag seien in Bagdads südlichem Vorort al-Dura drei Menschen getötet worden, darunter zwei Wachleute vor einem Wahllokal. Im Umland der südöstlich von Bagdad gelegenen Stadt Al-Kut kamen drei Zivilisten durch eine Autobombe ums Leben.

Ein Zivilist starb in Bagdads Stadtteil Al-Tarmija, als eine Autobombe neben einer Polizeistreife detonierte. In der Ortschaft Jarf al-Sahr wurde ein Soldat durch einen Sprengstoffanschlag getötet. Laut Sicherheitsbehörden kamen zwei mutmaßliche Al-Kaida-Terroristen bei einem Gefecht im selben Bezirk ums Leben. Zwei Angehörige einer Bürgerwehr und zwei Polizisten wurden in der Stadt Bakuba von Unbekannten erschossen.

Am Montag waren bei einer Serie von Terroranschlägen im Irak 35 Menschen getötet worden. Mehr als 250 Menschen wurden verletzt. Der schiitische Prediger und Parteiführer Moktada al-Sadr forderte Regierungschef Nuri al-Maliki auf, endlich einen Innenminister und einen Minister für Verteidigung zu benennen. Diese Posten waren wegen des großen Misstrauens zwischen den Parteien vakant geblieben. (APA, 16.4.2013)

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