Betrachten von Tierfotos steigert die Produktivität

16. April 2013, 10:31
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Positive Emotionen führen laut einem japanischen Forscher zu einer besseren Arbeitsleistung

Virtuell haben sie schon längst ihren Siegeszug angetreten, auch Bürowände oder Schreibtische bleiben nicht von ihnen verschont: Tierfotos. Nicht ohne Grund, denn ihre Präsenz steigert die Produktivität. Das hat Hiroshi Nittono, Professor für kognitive Psychologie in Japan, mit einer Studie unter Beweis gestellt.

"Niedliches löst positive Emotionen aus, wir wollen diesen Dingen näher kommen, achten mehr auf Details", sagt Nittono im Interview mit der "Zeit". Alleine durch das Betrachten entstehe ein Zustand fokussierter Aufmerksamkeit, der über das Anschauen selbst hinausgeht, so der Forscher. Das Erklärung dafür heißt "kawaii", was in Japan so viel wie die Kraft des Niedlichen bedeutet.

Tierbabys am besten

Für die Studie hat Nittono Freiwillige in drei Gruppen eingeteilt, sie mussten verschiedene Aufgaben erledigen. Etwa Geschicklichkeitsspiele absolvieren. Zuvor hatte er ihnen Fotos von Tieren, Tierbabys oder gutem Essen gezeigt. Das Resultat: Fotos mit Tierbabys führten zu den besten Ergebnissen, wie er erläutert. Sie waren "deutlich schneller, genauer und geschickter". Am schlechtesten Schnitt die Gruppe mit dem Essen ab.

Während die Produktivität nach dem Betrachten von erwachsenen Tieren um fünf Prozent stieg, brachten Tierbabys sogar eine Steigerung von zehn Prozent. Also Bilder von Tieren auf dem Schreibtisch oder als Bildschirmhintergrund? "Ja", meint Nittono gegenüber der "Zeit": "Niedliche Stimuli schärfen die Aufmerksamkeit, aber überreizen Sie es nicht! Nutzen sie kleine Pausen dafür. Unsere Testpersonen haben die Bilder 90 Sekunden lang betrachtet, das ist wirklich effektiv." (red, derStandard.at, 16.4.2013)

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