Haus des letzten Juden in Auschwitz soll Café werden

9. April 2013, 22:21
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Spendenaufruf des Jüdischen Zentrums für Haus von Szymon Kluger

Warschau/Berlin - Das Haus des letzten in Auschwitz ansässigen Juden aus der Zeit des Nationalsozialismus soll ein vegetarisches Café werden. Das Jüdische Zentrum in Auschwitz erläutert auf seiner Website, es handle sich um das Geburtshaus von Szymon Kluger, der den Holocaust überlebte, in den 1960er Jahren aus dem schwedischen Exil zurückkehrte und im Jahr 2000 dort starb.

Das geplante Künstlercafé soll demnach den Namen Oshpitzin tragen - den jiddischen Namen für Auschwitz. Es solle allen offen stehen und Wert auf "einheimische Produkte und Dialog legen", erklärte die Organisation, die nun einen Spendenaufruf für den Umbau des renovierungsbedürftigen Hauses startete, das zuletzt leer stand.

Bei allem solle auch die historische Bedeutung des Ortes gewahrt bleiben, erklärte das Zentrum. Auschwitz benötige eine "Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart". Kluger wurde 1925 in Auschwitz geboren. Das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau wurde von 1940 bis 1945 von den Nationalsozialisten im besetzten Polen betrieben. Mehr als eine Million Menschen wurde dort ermordet, die meisten davon europäische Juden. Auf Polnisch heißt der Ort Oswiecim. (APA, 9.4.2013)

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